Zum Inhalt springen

Katalonien in Aufruhr Nun verlegen Firmen ihren Sitz

Immer mehr Firmen machen sich wegen der aktuellen Lage in Katalonien Sorgen und ziehen Konsequenzen.

Legende: Video Minister entschuldigt sich für Polizeigewalt abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.10.2017.
  • Die spanische Regierung erhöht im Katalonien-Konflikt den wirtschaftlichen Druck auf die nach Unabhängigkeit strebende Region.
  • Sie verabschiedete ein Dekret, das Firmen und Banken den Weggang aus Katalonien erleichtert.
  • Der Energieriese Gas Natural Fenos und die fünftgrösste Bank des Landes, Banco Sabadell, haben nun angekündigt, die Region verlassen zu wollen. Weitere Firmen überlegen sich laut Medienberichten dasselbe.

Die spanische Regierung lehnt weiter jeden Dialog mit der Führung Kataloniens ab. Jetzt will sie die Region wirtschaftlich ausbluten – und macht besorgten Unternehmen und Geldhäusern den Abzug leichter.

«Es ist nicht die Schuld der Unternehmen, wenn eine unverantwortliche Politik Unsicherheit und Unruhe verbreitet», sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos vor Journalisten.

Auch Freixenet könnte gehen

Wenige Stunden später kündigte der Energieriese Gas Natural Fenosa an, seinen traditionellen Hauptsitz in Barcelona aufzugeben und nach Madrid umzuziehen. Kurz darauf erklärte die Grossbank La Caixa – der grösste Geldgeber der Region – sie werde nach Valencia ziehen. Bereits am Donnerstag hatte die fünftgrösste Bank des Landes, Banco Sabadell, ihren Umzug nach Alicante bekannt gemacht.

Es wird erwartet, dass dank des Dekrets schnell weitere Geldhäuser und Firmen folgen könnten. Auch Freixenet, einer der grössten Cava-Produzenten Spaniens, könnte Katalonien den Rücken kehren.

«Wenn es wirklich zu einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung kommen sollte, dann werden viele Firmen aus Katalonien abziehen, was grossen Schaden anrichten wird», zitierte die Zeitung «La Vanguardia» Freixenet-Chef José Luis Bonet. Eine Abspaltung sei «kein Scherz», sondern «eine echte Katastrophe».

Daten und Karte Kataloniens

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hansruedi Elsener (Haru)
    Die, die gehen wollen, sollte man immer ziehen lassen, denn sie werden weiterhin von Kunden leben müssen. Andere werden die Lücken füllen und vielleicht mehr bieten, einigen werden zurück kehren. Beim Frankenschock sind auch einige in gelobte Länder gezogen und kamen - interessanterweise - wieder zurück.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Es ist nicht nur Freixenet,, auch Codorniu hat sich gemeldet und will abwandern, Eine Biotech Firma geht. Es ist also nicht nur die Banken, Und es sind immer mehr. Catalunya muss aufpassen wer gegangen ist, ist schwer wieder zurückzuholen. Sogar Artur Mas hat sich besorgt gezeigt. Noch 2015 hat er verkündet keiner wird gehen, wir sind Stark. Gestern krebste er Gewaltig zurück und äusserte sich besorgt über die Lage und Catalunya sei nicht bereit für eine Unabhängigkeit! Man geht Al In!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Stolz, Eitelkeit und Dummheit. Mehr fällt mir nicht ein zu "sonen seich".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Der Banken & Industrien? Aber eben...:Geld folgt der Spur des Geldes. Es Banken & Industrien sehr gut gegangen ist, dürft man doch etwas mehr Loyalität erwarten. Und sonst gilt für sie:"Reisende sollte man nicht aufhalten." Wäre eine gute Chance für die Schweiz. Genauso wie der Brexit auch. Unser Wirschaftsminister sollte sie nutzen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Waeden, sie machen sich es einfach. man ist es auch den Abgestellten und den Kunden Schuldig! Schon jetzt gibt es Schlangen in den Banken in Catalunya, die Angst haben um Ihre erspartes und deshalb das Geld abheben, wenn sie so Vertrauen hätten in die eigene Regierung würden sie es nicht tun. Deshalb haben sich Caixa und Sabadel entschieden aus Catalunya zu gehen. Es sind immer die gleiche Argumente die für verschiedene Probleme hinhalten müssen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Waeden: Verstehe ich Sie richtig: Die wirtschaftliche und in der Folge die menschlicheKatastrophe die ein Firmenanzug aus Katalonien mit sicj sicj zieht soll doe Schweiz bewusst ausnutzen um sich zu bereichern? Wenn sie das meinen, staune ich über das Menschen- und das Weltbild dahinter? Aber Sie hätten dann schon recht: Wir praktizieren das ja schon gekonnt und schimpfen dann über Flüchtlingsströme.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen