Kaum Verbesserungen für die Näherinnen in Bangladesch

Dank dem Druck aus den Abnehmerländern verdienen die Näherinnen in Bangladesch etwas mehr. Allerdings erhalten sie immer noch weniger Lohn als in anderen Ländern.

Eine Inderin liegt am Boden auf dem Grab ihrer Tochter

Bildlegende: Eine Frau trauert um ihre Tochter, die beim Einsturz der Textilfabrik im April 2013 ums Leben gekommen ist. Keystone

Mehr Lohn und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz – dafür gehen die Arbeiterinnen und Arbeiter in Bangladesch seit Monaten auf die Strasse.

Verbessert hat sich wenig seit dem Unglück im April, als eine baufällige Fabrik einstürzte und mehr als 1000 Menschen zu Tode kamen.

Inspektionen kommen in Gang

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO will die schlechten Bedingungen in der Kleiderproduktion ändern. Sie setzt sich für eine regelmässige Anhebung des Mindestlohns ein.

Offenbar hilft internationaler Druck: Die Fabrik-Betreiber sind bereit, wenigstens etwas mehr Lohn zu zahlen. Und allmählich kämen auch die geforderten Fabrik-Inspektionen in Gang, sagt ILO-Vizedirektor Gilbert Houngbo.

Es gäbe zwar erste Verbesserungen, doch seien die Arbeitsbedingungen immer noch miserabel. Und selbst wenn der Mindestlohn nun tatsächlich markant angehoben wird, verdienen die Näherinnen in Bangladesch immer noch weniger als beispielsweise in Kambodscha, Vietnam oder Indien.