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International Kein Ansturm auf Obamacare

Die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama startete chaotisch und mit vielen Computerpannen. Nun zeigen Zahlen: Im ersten Monat haben deutlich weniger Leute als erwartet eine Krankenversicherung abgeschlossen. Das Weisse Haus spielt diese News herunter.

Eine Hand im Gips mit der Aufschrift Obamacare
Legende: So begeistert sind nicht alle: Die anhaltende Kritik an Obamacare lässt viele US-Bürger zögern Keystone

Etwas mehr als 100'000 Menschen haben im Oktober in den USA eine neue Krankenkassenpolice abgeschlossen. Sie haben sich schon im ersten Monat für das neue Angebot im Rahmen von Obamas Gesundheitsreform entschieden. Allerdings: Das Weisse Haus hatte mit rund 400'000 Obamacare-Policen im Oktober gerechnet. Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius sagte an einer Telefonkonferenz mit Journalisten, sie sei enttäuscht.

Es gebe keinen Zweifel: Viele Leute hätten schlechte Erfahrungen gemacht, als sie auf der Website des Bundes einen Vertrag abschliessen wollten und dies nicht richtig klappte, so Sebelius. Man sei daran, die technischen Probleme zügig zu beheben.

Kritik hat die Bürger verunsichert

Für die tiefen Zahlen dürfte die Technik indes kaum der einzige Grund sein. Denn nur ein Bruchteil der Anmeldungen erfolgte über die pannenanfällige Website des Bundes. Der Rest lief über Portale von Bundesstaaten, die gut funktionieren.

Doch das fragwürdige Management der Regierung und die konstante Kritik der Obamacare-Gegner haben offenbar viele Leute verunsichert. Sie warten ab. Das Weisse Haus hofft, dass sich dies bald ändert. Es bleibt noch etwas Zeit, bis die ersten Anmeldefristen ablaufen.

Obama wirbt weiter

Bis Ende März müssen sich rund 7 Millionen neue Versicherte anmelden, damit das System rentiert. Heute wird Barack Obama erneut die Werbetrommel für sein Gesetz rühren – bei einem öffentlichen Auftritt in Cleveland, Ohio.

(kipm;fors)

4 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Zwei Dinge muss man in diesem Zusammenhang auch noch erwaehnen: Kongressangehoerige, die Praesidentenfamilie, Gewerkschafter sind von der "obligatorischen" Obamacare befreit. Fuer diese gelten andere Regeln! Warum wohl? Obamas Wiederwahl erfolgte aufgrund von 5 Versprechungen bezueglich Obamacare. 1 Jeder Buerger kann seine alte Krankenkasse, 2 seinen Arzt, 3 sein Spital behalten. 4 Jede Familie spart jaehrlich $ 2'500.00 an Praemien. 5 Jeder Buerger hat eine Krankenkasse. Alles nicht wahr!
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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Die immer noch nicht funktionierende Website ist wohl das kleinste Problem. Diese hat uebrigens happige 634 millionen US$ gekostet, hergestellt in Canada. Noch schlimmer ist der administrative Wasserkopf der Obamacare. Selbst eingefleischte Demokraten wenden sich von dieser Katastrophe ab. Es zeichnet sich immer mehr ein totaler Zusammenbruch des ganzen Projektes ab. Niemand wuerde sich uebrigens gegen eine Verbesserung des KK Systems stellen. Aber dieses Unterfangen ist unbrauchbar schlecht.
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  • Kommentar von Walter Wieser, USA
    Obige Zahlen beschoenigen die wirkliche Situation bezueglich Obamacare. Es haben bis heute wohl ca. 102'000 Leute ein Konto eroeffnet, die Applikation eingereicht und somit mit den Praemienzahlungen begonnen haben weniger als laecherliche 8'000. Demgegenueber haben ueber 5'000'000 ihre alte Krankenkasse verloren, (auch meine Familie ist teilweise betroffen). Aber das ist erst der Anfang, es werden ueber 100 millionen US Buerger ihre alte Krankenkasse verlieren. Das ist die Realitaet.
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    1. Antwort von Walter Wieser, USA
      SORRY, es sind natuerlich knapp 28'000 die die vollstaendige Applikation eingereicht haben. Nicht 8'000. Immer noch weit zuwenig.
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