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Striktere Kontrollen Kein Computer-Verbot auf Flügen in die USA

Legende: Audio Notebooks und Tablets dürfen nur nach rigorosen Kontrollen ins Flugzeug mitgenommen werden. abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
1:14 min, aus HeuteMorgen vom 29.06.2017.
  • Notebook-Computer und Tablets dürfen auf Flügen in die USA mitgenommen werden – aber nur, wenn Fluggesellschaften schärfere Sicherheitsvorschriften umsetzen.
  • Die USA erwarten erweiterte Scans aller elektronischen Geräte, die grösser sind als ein Smartphone.
  • Grund: Terroristen könnten mit elektronischen Geräten Sprengsätze in ein Flugzeug bringen.
  • Seit März sind elektronische Geräte im Handgepäck für direkte Verbindungen von zehn Flughäfen in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei verboten.

Notebook-Computer und Tablets dürfen auf Flügen in die USA mitgenommen werden, wenn Fluggesellschaften schärfere Sicherheitsvorschriften des US-Ministeriums für innere Sicherheit (DHS) umsetzen. Diese neue Regelung verkündete Minister John Kelly am Mittwoch in Washington.

Strengere Kontrollen, Scans, Warteschlangen

Man erwarte von den Airlines und den Flughäfen, die Sicherheitsmassnahmen deutlich hochzufahren, hiess es aus dem Ministerium. Das DHS erwarte unter anderem erweiterte Scans aller elektronischen Geräte, die grösser sind als ein Smartphone: also Notebook- und Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras.

Ausserdem gehe es um eine genauere Überprüfung der Passagiere und um mehr Sprengstoff-Spürhunde. «Die neuen Massnahmen werden sichtbar und unsichtbar sein», sagte ein DHS-Mitarbeiter.

Schwer von Sprengstoff zu unterscheiden

Sicherheits-Experten haben angeblich Erkenntnisse, wonach Terror-Organisationen Sprengsätze in elektronischen Geräten verbergen können. Die britische Tageszeitung «The Guardian» hatte von einem Anschlagplan berichtet, wonach eine Sprengladung in der Hülle eines funktionstüchtigen iPad-Tablets in die Kabine gebracht und an empfindlicher Stelle angebracht werden könne. Sprengstoff sei von einer eingebauten Batterie schwer zu unterscheiden.

Die USA hatten deshalb im März bereits viele Geräte im Handgepäck für direkte Verbindungen von zehn Flughäfen in Nordafrika, dem Nahen Osten und der Türkei verboten. Wenn die Flughäfen nun die neuen Sicherheitsregeln übernehmen, könne dieses Verbot aufgehoben werden, so das DHS.

Betroffen sind den Angaben zufolge weltweit 280 Flughäfen in 105 Ländern, 180 Airlines oder etwa 2000 Flüge pro Tag. Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, wird Amerika laut Ministeriumsangaben nicht anfliegen dürfen, auch nicht mit Laptops oder Tablets im Frachtraum.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es ist nicht relevant ob Wasserflaschen im Handgepäck abgenommen werden. Es ist auch nicht relevant, dass sich Menschen über eine "Bombenstimmung" im Flugzeug unterhalten. Es ist auch nicht relevant ob Laptops zukünftig schärfer gescannt werden. Relevant ist einzig und alleine, dass "wir" an diesem Punkt angekommen sind. Folglich müssen "wir" uns nicht über die Reaktionen unterhalten, sondern vielmehr über die Ursache.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Na und? Wo liegt dabei das Problem? Sicherheit vor Luxus!
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die US-Paranoia greift weiter um sich. Andererseits wissen US-Experten (Agenten), zu was sie selber fähig sind und übertragen das auf ihre zahlreichen Gegner. Tatsache ist, das Profis diesen Massnahmen oft einen Schritt voraus sind. Aber mit solchen Sicherheitsmassnahmen lässt sich sehr viel Geld verdienen. Weltweit floriert die Sicherheitsbranche in vielerlei Varianten. Die totale Überwachung und damit auch Manipulation von vernetzten Menschen treibt seltsame Blüten.
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