Keine Routine: Russische Luftwaffe über der Ostsee

Russische Militärjets über der Ostsee haben die Nato auf den Plan gerufen. Alle 13 Flugzeuge seien vorsichtshalber von Nato-Jets begleitet worden. Die Nato stuft den Zwischenfall als «aussergewöhnliche Aktivität» ein.

Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 in der Luft

Bildlegende: Auch sechs russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-95 sollen über der Ostsee gesichtet worden sein. Keystone/Archivbild

Die Nato stuft die jüngsten russischen Manöver über der Ostsee als aussergewöhnliche Militäraktivitäten ein. Die am Sonntag beobachteten Flüge von sechs Langstreckenbombern könnten nicht als Routine bezeichnet werden, teilte das westliche Verteidigungsbündnis mit.

Ähnliche Manöver seien allerdings bereits Ende Oktober über der Nordsee und dem Atlantik geflogen worden. Damals stiessen russische Maschinen bis in die Nähe der portugiesischen Küste vor.

Militäraktivitäten nehmen zu

Insgesamt wurden nach Nato-Angaben am Sonntag 13 russische Militärflugzeuge im internationalen Luftraum über der Ostsee identifiziert. Dabei handelte es sich neben den sechs Langstreckenbombern vom Typ Tu-95 und Tu-22M um fünf als Trainingsmaschinen genutzte Tu-134 sowie zwei Transportflieger vom Typ An-72.

Alle Flüge seien sicherheitshalber von westlichen Kampfjets begleitet worden, teilte die Nato mit. An diesen Manövern hätten sich unter anderem portugiesische und kanadische Flugzeuge beteiligt.

Im Zuge der Ukraine-Krise haben sowohl Russland als auch die Nato ihre Militäraktivitäten in der Region deutlich erhöht.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

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    Aus Tagesschau vom 5.12.2014

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    Auch am letzten Tag der OSZE-Konferenz in Basel ist keine Annäherung zwischen Russland und der Ukraine in Sicht. Beide Länder bleiben unnachgiebig. Russlands Aussenminister Lawrow wirft dem Westen Voreingenommenheit im Ukraine-Konflikt vor. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Christoph Franzen.

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