Kerry gegen unkontrollierte Waffenlieferung an Rebellen in Syrien

Lob und Aufforderung an die Adresse Saudi-Arabiens: US-Aussenminister John Kerry würdigte beim Besuch in Riad die Reformschritte, welche das Land gemacht hat. Zudem warnte er davor, den syrischen Rebellen Waffen nach dem Giesskannenprinzip zu geben.

Kerry und Saud al-Faisal stehend.

Bildlegende: John Kerry und Prinz Saud al-Faisal besprachen auch die Lage im benachbarten Syrien. Keystone

Die USA haben davor gewarnt, Waffen für die syrischen Rebellen ohne Kontrollen zu verteilen. «Waffen sollten die gemässigte, rechtmässige Opposition erreichen» und nicht extremistische Gruppen, betonte US-Aussenminister John Kerry während einer gemeinsamen Medienkonferenz mit seinem saudischen Amtskollegen, Prinz Saud al-Faisal, in Riad.

Saudi-Arabien ist neben dem Emirat Katar der wichtigste arabische Unterstützer der Aufständischen in Syrien. Kerry betonte die Bedeutung des Verhältnisses zwischen Saudi-Arabien und den USA. Er lobte, dass König Abdullah kürzlich zum ersten Mal Frauen zu Mitgliedern des Schura-Rates ernannt hatte, rief jedoch gleichzeitig zu weiteren Reformschritten auf.

Schura-Mitglieder werden ernannt

Beobachter hatten in den vergangenen Monaten die Frage aufgeworfen, ob das Interesse der USA an der Golfregion sinken wird, weil sie vermutlich durch die neue Fracking-Technologie zur Förderung von Erdgas künftig weniger abhängig von saudischem Öl sein werden.

Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie. Die Mitglieder des Schura-Rates werden nicht gewählt, sondern vom König ernannt. Der Rat kann keine Gesetze verabschieden. Er hat nur beratende Funktion.