Zum Inhalt springen
Inhalt

International Kerry und Lawrow geben Syrien-Gesprächen Hoffnung

Vor ihrer Weiterreise ans WEF in Davos haben sich John Kerry und Sergej Lawrow in Zürich getroffen. Ihr Ziel: Die geplanten Syrien-Gespräche vom 25. Januar zu retten. Diese stehen nämlich auf der Kippe. Die beiden Aussenminister gaben sich Mühe, Zuversicht zu streuen.

Lawrow und Kerry schütteln sich die Hand.
Legende: Betonen Einigkeit und Optimismus: Sergej Lawrow und John Kerry. Reuters

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF) weilt ein Polit-Schwergewicht nach dem anderen in der Schweiz. Am Mittwoch haben sich John Kerry und Sergej Lawrow in Zürich getroffen.

Die beiden Aussenminister nutzten die Gelegenheit, sich über die für den 25. Januar geplanten Syrien-Gespräche zu verständigen. Diese stehen nämlich noch immer auf der Kippe.

Es ist noch einige Arbeit nötig, damit das Treffen stattfindet.
Autor: John KirbySprecher von US-Aussenminister Kerry

Kerry und Lawrow betonten, dass sie die Gespräche in Genf nicht verschieben wollten. Dennoch scheint das Treffen an seidenem Faden zu hängen. Kerrys Sprecher sagte: «Es ist noch einige Arbeit nötig, damit das Treffen stattfindet. Aber es ist unsere Hoffnung, dass dies weiter gehen kann und dass wir das Treffen am 25. abhalten können.»

Russland akzeptiert nur bestimmte Oppositionsgruppen

Legende: Video Kerry und Lawrow in Zürich abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.01.2016.

Vor ihrer Weiterreise ans WEF tauschten sich der russische Aussenminister und sein US-Amtskollege über den grossen Streitpunkt im Vorfeld der Gespräche aus: Welche syrischen Oppositionsvertreter sollen eingeladen werden. Die syrische Regierung und Russland fordern, dass nur bestimmte Vertreter der Opposition in der Schweiz mit am Tisch sitzen. Sie wollen unter anderem verhindern, dass radikal-islamische Gruppen beteiligt werden.

Russland hatte dazu laut Medienberichten eine Liste mit den Namen von 15 Personen vorgelegt, die die Regimegegner bei den Friedensverhandlungen repräsentieren sollen. Moskau drohte an, eine eigene syrische Delegation in die Schweiz zu schicken.

Die Opposition, die USA und Saudi-Arabien wollen hingegen, dass allein das in der saudischen Hauptstadt Riad ansässige Hohe Komitee der Opposition über die Delegation der Regimegegner entscheidet. Es war von mehreren Gruppen der zerstrittenen Opposition gegründet worden, um die Verhandlungen vorzubereiten.

Bewegung im Ukraine-Konflikt?

Bei ihrem Treffen am Zürcher Flughafen sprachen die beiden Aussenminister Kerry und Lawrow auch über den Kampf gegen den Terrorismus sowie den Konflikt in der Ostukraine. Dieser sorgt seit Monaten für Spannungen zwischen Washington und Moskau.

Vertreter des Kremls und der US-Regierung hätten sich im Januar auf Initiative von Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama getroffen, um über die Ukraine zu sprechen, sagte Lawrow. Kontakte auf dieser Ebene seien nötig, um eine Lösung für den Konflikt zu finden.

Wer in Syrien wo steht

Mann rennt in krieg-zerstörter Strasse
Legende: reuters

Seit mehr als vier Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg. Dem Regime in Damaskus steht eine Vielzahl von Gegnern gegenüber, die Lage ist unübersichtlich. Ein Überblick. Mehr.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Vogt (b.vogt)
    Die Tatsache, dass das hohe Komitee der Opposition welche durch die USA unterstützt wird ihren Hauptsitz ausgerechnet in Riyadh hat, sollte zumindest bei Lesern welche die Geschehnisse der letzten Wochen rund um Riyadh aufmerksam verfolgt haben, die Alarmglocken läuten lassen. Hier unterstützt der Westen offenkundig eine Opposition welche sich im wahhabitischen Saudi-Arabien am wohlsten fühlt und diese soll jetzt als 'Alternative' für Assad her, kein Wunder ist Russland da nicht einverstanden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen