Kim Jong Un provoziert mit neuen Raketentests

Nordkorea hat neuartige Lenk-Raketen erfolgreich getestet. Die Reichweite der neuen Waffen beträgt rund 190 Kilometer. Seit Anfang des Jahres haben sich die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea auf der koreanischen Halbinsel wieder erhöht.

Lachend Kim Jong Un mit Militärs

Bildlegende: Kim Jong Un sieht die Raketentests als Gegenmassnahme zu «Unterdrückungsversuchen» durch Südkorea und die USA. Archiv Reuters

Nordkorea hat laut den staatlichen Medien neuartige Lenk-Raketen erfolgreich getestet. Die Tests erfolgten unter den Augen des Machthabers Kim Jong Un, der sich zufrieden gezeigt haben soll.

Die Erprobung «hochmoderner taktischer Lenk-Raketen von übergrosser Präzision» seien ein bedeutendes Ereignis für die Stärkung der Selbstverteidigung, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Rakete wird gefeuert

Bildlegende: Reichweite von rund 190 Kilometern: Neue nordkoreanische Raketen Archiv Reuters

Reichweite von 190 Kilometern

Der genaue Testzeitpunkt ist unklar. Nach südkoreanischen Angaben hatte Nordkorea am Donnerstag drei Raketen an der Ostküste in Richtung des offenen Meeres abgefeuert. Die Reichweite habe 190 Kilometer betragen. Sie wurden von einem Mehrfachraketenwerfer verschossen, vermuteten südkoreanische Militärs.

In Nordkorea wird Südkorea, den USA und deren Verbündeten unterstellt, einen Angriff auf das Land vorzubereiten. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit Anfang des Jahres wieder erhöht.

Hin und her zwischen Nord und Süd

Im Februar und März hatte Nordkorea viele Raketen verschiedener Typen abgefeuert. Die Testreihe wurde auch als Antwort auf die gemeinsamen Übungen südkoreanischer und amerikanischer Streitkräfte gehen.

Nachdem der Uno-Sicherheitsrat Ende März den Start von zwei Mittelstreckenraketen aus Nordkorea verurteilt hatte, kamen aus Pjöngjang Drohungen eines neuen Atomtests. Auch Südkorea hatte im März mehrere ballistische Raketen getestet.