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Mutmasslicher Anschlag Kim Jongs Halbbruder ist tot

Legende: Video Halbbruder von Kim Jong Un tot abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.02.2017.
  • Der ältere Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un ist in Malaysia gestorben. Die Polizei sprach von ungeklärten Umständen des Todes.
  • Kim Jong Nam (45) sei am Montag auf dem Weg vom Internationalen Flughafen in Kuala Lumpur zu einem Krankenhaus ums Leben gekommen.
  • Medienberichten zufolge ist er umgebracht worden.
  • Südkoreanische Medien berichteten, Kim sei von zwei bisher nicht identifizierten Frauen am Flughafen mit «Giftnadeln» attackiert worden. Offizielle Stellen bestätigen den Vorgang bislang nicht.

In südkoreanischen Regierungskreisen wurde laut der Nachrichtenagentur Yonhap spekuliert, dass Agenten des nordkoreanischen Geheimdienstes den Anschlag verübt haben könnten. Aus amerikanischen Geheimdienststellen drangen inzwischen ähnliche Überlegungen an die Öffentlichkeit.

Den Berichten zufolge hielt sich Kim überwiegend in China und südostasiatischen Ländern auf, seitdem sein Halbbruder Kim Jong Un Ende 2011 an die Macht gekommen war. Im Oktober 2010 hatte Kim Jong Nam – der älteste von drei Söhnen des früheren Diktators Kim Jong Il – in einem TV-Interview gesagt, dass er gegen «die Nachfolge in dritter Generation» sei. Allerdings bot er zugleich seinem Halbbruder Hilfe an, wenn er diese brauche.

In Ungnade gefallen

Kim Jong Nam hatte damals angedeutet, er selbst habe keine Ambitionen auf die Führungsrolle. Beobachter hatten deshalb einen Machtkampf unter den Brüdern ausgeschlossen. Trotzdem gab es immer wieder Gerüchte, dass der jüngere Kim seinen Halbbruder loswerden wolle.

Kim Jong Nams Todesfall ist der ranghöchste unter Kim Jong Uns Herrschaft seit der Hinrichtung seines Onkels Jang Song Thaek wegen angeblichen Verrats im Dezember 2013.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Hat es da nicht den Falschen erwischt???? oh netti wirds nicht bringen.. aber EINER/E hats wenigstens gelesen.. gell! (smile)
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Das war ein hinterhältiger Auftragsmord. Den Auftraggeber kennen wir! Nur bei dem Wissen wird es bleiben. Interessant wäre noch die Frage, kam es zu einer Festnahme. Wenn man genau weiss, dass es sich um zwei Frauen gehandelt hat.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Ihr letzter Satz regt natürlich auch zum Nachdenken an. Es könnte auch sein,dass man Kim damit zeigen wollte,was ihm passieren kann, wenn er sich ausserhalb seines Landes bewegt oder es auch Kräfte in seinem eigenen Land geben kann. Das ist aber auch eine Spekulation, an die ich pers. weniger glaube. Warten wir also mal ab, ob eine Wahrheit erscheint, aber die wird es vielleicht nie geben.
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Es ist abstrakt. Da gibt es Nachrichten wie diese. Da wird nichts kommentiert, noch nicht einmal ein Verdacht über mögliche Ursachen oder Zusammenhänge geäussert. Und trotzdem ist es für jeden glasklar, was da passiert ist, wer der Auftraggeber war. 20 Jahre später ist alles aufgeklärt. Man kann sich auf die Schulter klopfen: Ich hab es doch gleich gewusst! Ein Nebenprodukt der "political correctness".
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