Kims jüngste Rakete legt Fehlstart hin

Riesenflop zum Geburtstag des nordkoreanischen Staatsgründers: Eine Mittelstreckenrakete hat beim Test versagt, wie Südkorea meldet.

Kim Jong Un begutachtet zusammen mit einem Militär einen Raketensprengkopf auf einem Tisch

Bildlegende: Kim Jong Un (links) erfreut sich an einem Raketensprengkopf. Reuters

Das Regime in Nordkorea feiert den 104. Geburtstag von Kim Il Sung, des Staatsgründers und Grossvaters des heutigen Machthabers Kim Jong Un. Doch dessen Geburtstagsgeschenk war ein grosser Flopp.

Nach Angaben Südkoreas schlug der Start einer ballistischen Rakete fehl. Nordkoreas Militär habe am Freitagmorgen (Ortszeit) an der Ostküste erneut eine Rakete starten wollen. Das sei aber nicht gelungen. Die Rakete sei zunächst abgehoben, dann aber von einer «normalen Flugbahn» abgewichen, vermuten Südkoreas Streitkräfte. Südkorea beobachtet die militärischen Aktivitäten seines Nachbarn genau.

Mittelstreckenrakete getestet

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärs, dass es sich um eine Mittelstreckenrakete des Typs Musudan gehandelt haben könnte. Sie soll eine Reichweite von 4000 Kilometer haben.

Es wäre der erstmalige Test einer Musudan-Rakete gewesen. Laut UNO-Resolutionen darf Nordkorea keine ballistische Raketentechnik testen. Der neue Test erfolgte inmitten zunehmender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

«Tag der Sonne» in Nordkorea

Der Grossvater von Machthaber Kim Jong Un starb 1994, das Land feiert dieses Jahr seinen 104. Geburtstag. Der Tag wird in Nordkorea auch als «Tag der Sonne» bezeichnet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang nutzt oftmals solche Feiertage oder innenpolitisch bedeutende Ereignisse, um militärische Stärke zu demonstrieren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Nordkorea testet Langstreckenrakete

    Aus Tagesschau vom 7.2.2016

    Nordkorea fordert erneut die Staatengemeinschaft heraus. Laut Staatsmedien hat das Land eine Weltraumrakete gestartet und erfolgreich einen Satelliten in seine Umlaufbahn gebracht. Die internationale Gemeinschaft wittert hinter der Aktion einen versteckten Langstrecken-Raketentest. Einschätzungen von Japan-Korrespondent Thomas Stalder.