Kindermörder Dutroux bleibt in Haft

Der belgische Mädchenmörder Marc Dutroux wird nicht vorzeitig entlassen. Ein Gericht in Brüssel lehnte seinen Antrag ab. Dutroux wollte mit einer elektronischen Fussfessel ausserhalb der Gefängnismauern leben.

Marc Dutroux, umringt von Polizisten.

Bildlegende: Nach mehr als 16 Jahren im Gefängnis verlangt der Verbrecher, auf freien Fuss zu kommen. Keystone

«Eine elektronische Fussfessel wird Herrn Dutroux nicht gewährt», entschied der Richter. Dutroux war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er sechs Mädchen entführt, vergewaltigt und gefoltert hatte, vier von ihnen starben.

Das Gericht entschied gegen seinen Antrag. Sachverständige und die Gefängnisleitung hatten von einer Freilassung abgeraten, berichtete eine Regionalzeitung. Demnach halten die Experten die Rückfallgefahr bei Dutroux für zu hoch. Selbst seine eigene Mutter hatte vor einer Freilassung gewarnt.

Aufruhr vor der Entlassung der Ex-Frau

Die Ex-Frau und Komplizin von Dutroux, Michelle Martin, hatte mit ihrem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung im vergangenen Jahr Erfolg. Sie lebt seitdem in einem Kloster im wallonischen Ort Malonne. Zuvor hatten hunderte Belgier in Malonne gegen den geplanten Zuzug der Ex-Frau von Kinderschänder Marc Dutroux demonstriert.

Video «Protest gegen vorzeitige Entlassung von Komplizin eines Kinderschänders» abspielen

Protest gegen vorzeitige Entlassung von Komplizin

1:35 min, aus Tagesschau vom 3.8.2012