Klimafonds nimmt Formen an

Eines der Ziele des Klimagipfels in Peru ist erreicht: Der Klimafonds zur Abfederung der Folgen des Klimawandels für die ärmeren Staaten hat die symbolische Grenze von zehn Milliarden Dollar überschritten.

Ein verrostetes Schiff auf dem Trockenen.

Bildlegende: Die Fläche des Oroumieh-Sees im Iran hat sich bereits um 80 Prozent verkleinert – wegen dem Klimawandel, sagen Forscher. Keystone

Zumindest beim Geld geht es beim UNO-Klimagipfel voran. Die Zusagen für den sogenannten grünen Klimafonds haben die Grenze von zehn Milliarden Dollar überschritten. Möglich wurde das Überschreiten der Grenze durch die Zusagen Australien und Belgiens.

Nach anfänglicher Skepsis hat sich Australien zu einem Beitrag von 166 Millionen Dollar bereit erklärt, Belgien steuert 62 Millionen Dollar bei. Das Überschreiten der symbolisch wichtigen Marke gab Perus Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal am Mittwochmorgen bekannt.

Schweiz hat 100 Millionen zugesagt

Vom Klimafonds sollen Staaten profitieren, die von Unwetterkatastrophen und Überschwemmungen betroffen sind. Das Geld soll ihnen bei der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber auch beim Ausbau von Solar- und Windenergie. Er soll bis 2020 bis zu 100 Milliarden Dollar umfassen. Darin ist auch privates Kapital eingeschlossen. Die Schweiz hat 100 Millionen Dollar versprochen, Deutschland steuert rund eine Milliarde Dollar bei.

In Lima soll bis Freitag das Gerüst für einen Weltklimavertrag entstehen, der in einem Jahr in Paris beschlossen werden soll.

Klimaskeptisches Australien

Australien hat als erstes Land der Welt unter Premierminister Tony Abbott eine CO2-Steuer zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen wieder abgeschafft. Abbott verhinderte beim G20-Gipfel im November in Brisbane ausserdem, dass das Thema Klimawandel ausführlich beraten wurde.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Eine Aktion von peruanischen Jugendlichen während des Klimagipfels in Lima: «Die Welt, die wir wollen».

    Schweizer Hilfe fürs Klima in Lima

    Aus Echo der Zeit vom 8.12.2014

    In Lima verhandelt die Welt zurzeit über einen neuen Klimavertrag. Schwellenländer wie Gastgeberin Peru sollen sich erstmals zum Klimaschutz verpflichten. Wie das gehen kann, zeigen fortschrittliche peruanische Firmen, einige erhalten dabei Hilfe von der Schweiz.

    Thomas Häusler