Klimasteuer als Konzession an Frankreichs Grüne

Auch in Paris macht sich die Regierung Gedanken zur Energiewende. Sie plant eine Klimasteuer. Details zur neuen Abgabe sind aber noch sehr vage.

AKW Cruas im Süden Frankreichs

Bildlegende: Nahezu 80 Prozent des Stroms stammt in Frankreich aus AKW. Reuters

Die französische Regierung will eine an ökologischen Kriterien orientierte Energiesteuer. Premierminister Jean-Marc Ayrault unterstützt nach Angaben des Umweltministers Philippe Martin einen entsprechenden Vorschlag der Grünen.

Die Steuer soll Anreize für einen umweltfreundlichen Energieverbrauch schaffen. Details wie die Höhe der Abgabe müssten aber noch diskutiert werden, sagte der sozialistische Politiker.

Zaghafter Umbau

Die an der Regierung beteiligten Grünen wollen mit einer Abgabe auf den Verbrauch von umweltschädlichen Energien den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas sollen künftig je nach Kohlenstoffgehalt besteuert werden. Bei Atomstrom soll der Uranverbrauch als Grundlage dienen. Mit den Einnahmen sollen etwa Steuergutschriften für Unternehmen finanziert werden.

Eine CO2-Steuer war schon unter der konservativen Regierung von Nicolas Sarkozy geplant, wurde aber nie umgesetzt.