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International Klitschko fordert Demonstranten zum Durchhalten auf

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben erneut tausende gegen Präsident Janukowitsch demonstriert. «Wir werden nicht gehen», rief Oppositionspolitiker Vitali Klitschko derweil auf dem Unabhängigkeitsplatz den Demonstranten zu.

Legende: Video «Tausende demonstrieren in Kiew» abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Vom 22.12.2013.

Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat die auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew versammelten Demonstranten zum Durchhalten aufgefordert. «Wir werden nicht gehen», sagte Klitschko vor unzähligen Menschen. «Wir werden Neujahr hier feiern und wir werden Weihnachten hier feiern.» Nach dem orthodoxen Kalender findet das Weihnachtfest in der Ukraine am 7. Januar statt.

Die Zahl der Demonstranten variiert: Während einige Beobachter von 40‘000 Demonstranten sprachen, zählten andere 100‘000. An den letzten drei Sonntagen waren jeweils Hunderttausende auf die Strassen von Kiew gegangen.

Oppositionsführer Vitali Klitschko inmitten vieler Menschen.
Legende: «Wir werden nicht gehen», betonte Oppositionsführer Vitali Klitschko vor rund 100'000 Menschen in Kiew. Keystone

Janukowitsch soll sich Beispiel an Putin nehmen

Präsident Viktor Janukowitsch hatte unlängst überraschend ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU abgesagt. Russland sagte der Ukraine später Finanzhilfen in Milliardenhöhe und Rabatte auf Gaslieferungen zu. Seit Wochen protestieren Hunderttausende Ukrainer gegen die Abkehr der Regierung von der EU und fordern ihren Rücktritt.

Der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin begnadigte Regierungskritiker Michail Chodorkowski schloss sich Forderungen nach einer Freilassung der inhaftierten ukrainischen Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko an. Klitschko hatte Janukowitsch aufgefordert, sich zumindest in diesem Fall ein Beispiel an Putin zu nehmen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Möchte die Ukraine der EU beitreten, müsste sie zuerst ihre zurzeit von Russland gelieferten Oel- und Erdgaslieferungen pünktlich bezahlen. Sonst nix mit EU. Grossspurige Länder und Menschen, die dann ihre Schulden nicht bezahlen können, gibt es zurzeit genug in der EU. Es sei denn, die Klitschkos würden einige hundert Millionen ihres Vermögens für ihr plötzlich so "liebes und teures Vaterland" spenden.
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