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International Klitschko will nicht Präsident der Ukraine werden

Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko zieht seine Präsidentschaftskandidatur für den 25. Mai zurück. Dies verkündete er in Kiew. Er unterstütze stattdessen den Milliardär und «Schokoladenkönig» Petro Poroschenko.

Legende: Video Klitschko verzichtet abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.03.2014.

Der ehemalige Boxer Vitali Klitschko zieht sich aus dem Rennen um das Präsidentenamt der Ukraine zurück. Stattdessen untertützt er den proeuropäischen Unternehmer Petro Poroschenko.

Klitschkos Ankündigung folgt auf die Verkündung Poroschenkos am Freitagabend, er werde für das Präsidentenamt kandidieren. Er tritt damit gegen die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko an.

Klitschko will Bürgermeister von Kiew werden

«Die demokratischen Kräfte müssen einen gemeinsamen Kandidaten unterstützen», sagte Klitschko während eines Kongresses seiner Partei Udar (Schlag). «Das muss ein Kandidat sein, der die breiteste Unterstützung geniesst.» Das sei die «einzige Chance, zu gewinnen».

Klitschko kündigte an, er wolle sich um das Amt des Bürgermeisters der Hauptstadt bewerben. «Ich will Kiew zu einer wirklich europäischen Stadt machen», betonte der 42-Jährige.

Der Politiker hatte bei den Protesten gegen den inzwischen abgesetzten prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch eine führende Rolle gespielt.

Timoschenko nominiert

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat sich von ihrer Vaterlandspartei offiziell zur Kandidatin für die Präsidentschaftswahl am 25. Mai küren lassen. Sie wurde bei einem Parteitreffen in Kiew einstimmig nominiert. Ihr Comeback wird wegen ihres ausgesprochen antirussischen Kurses auch im Westen mit Sorge gesehen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von E.Jakob, Zürich
    Ich respektiere Klitschko als Sportler und habe dies immer getan. Er hat grossartiges als Boxer geleistet. Als Politiker jedoch wirkt er sehr unglaubwürdig und unbeholfen. Man merkt, dass ihm die nötige Erfahrung, aber auch das Profil fehlt. Die Präsidentenwahlen in der Ukraine sind lachhaft. Die Kanditaten kommen alle aus dem westlichen Lager. Da spielt es für die Ukraine keine Rolle welche Marionette da Präsident wird. Wer aber tritt für die Interessen der Russischspr. Ukrainer ein? Niemand!
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Es spricht für Klitschko dass er seine Präsidentschaftskanditatur zurücknimmt und erst einmal das Bürgermeisteramt anstrebt. So kann er sich in die Politik einarbeiten. Dieser Mann macht einen guten, besonnenen Eindruck.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Der Westen hat in Kiew eskaliert, Putin auf der Krim, und nun muss ausgerechnet der Westen sich beleidigt geben. Denken denn die Eurokraten wirklich, dass sich die Russen wegen der Sanktionen von V. Putin abwenden werden? Fakt! Die Presse schwört Europa auf Wirtschaftskrieg ein, bei den Russen ist das nicht anders? Allerdings sind die Russen sich Entbehrungen gewohnt und glaubt jemand ernsthaft, dass die Russen beim bevorstehenden Machtspiel als Erste zwinkern?
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