Zum Inhalt springen

International Kölner Polizeipräsident Albers muss gehen

Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers ist in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Er war nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof an Silvester in die Kritik geraten.

Legende: Video Innenminister Jäger zur Entlassung von Wolfgang Albers abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.01.2016.

Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers muss nach massiver Kritik im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht seinen Hut nehmen. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat Albers in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Als Beamter kann ihm nicht gekündigt werden.

Vollständige Aufklärung nötig

Jäger setzte Albers am Freitagmittag über den Schritt in Kenntnis. Als Grund nannte er, das Vertrauen der Öffentlichkeit und die Handlungsfähigkeit der Kölner Polizei müsse wiederhergestellt werden.

Die Kölner Polizei habe «die wichtige Aufgabe, die Vorfälle in der Silvesternacht vollständig aufzuarbeiten und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen», erklärte Jäger. «Die Menschen wollen zu Recht wissen, was in dieser Silvesternacht passiert ist, wer die Täter sind und wie solche Vorfälle zukünftig verhindert werden können.»

Legende: Video Kölner Polizeipräsident Albers muss gehen abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 08.01.2016.

Albers: Vertrauen wieder herstellen

Albers räumte in einer Erklärung ein, die öffentliche Debatte um seine Person sei «dazu angetan», die detaillierte Aufklärung der Vorfälle «zu erschweren und zu verzögern». Deshalb verstehe er die Entscheidung des Innenministers. «Es geht darum, verlorengegangenes Vertrauen wiederherzustellen.»

Massiv in die Kritik geraten

Albers war nach den Übergriffen immer mehr unter Druck geraten. So hat etwa der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, den Rücktritt des Polizeipräsidenten verlangt. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker war deutlich auf Distanz zu ihm gegangen.

Nach internen Polizeiberichten gelang es den Einsatzkräften am Silvesterabend nicht, die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen beim Kölner Dom zu unterbinden. Albers wird zudem vorgeworfen, erst Tage später die Vorfälle eingeräumt zu haben.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Zu den Vorfällen in Deutschland, wenn jetzt die Politik in Deutschland nicht knallhart den Tarif durchgibt sehe ich mehr als schwarz aber nicht nur In Deutschland, sondern in ganz Europa inkl. der Schweiz. Ob der Zug überall in Europa ( inkl. Schweiz ) nicht zum Stehen gebracht wird, dann werden sich in ganz Europa Bürgerwehren bilden, die die Sache in die Hand nehmen werden. Fazit: Es wird zu Taten kommen die sich einige nicht im realen Denken vorstellen können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Soooo einfach. Der Polizeipräsident Albers muss gehen. Er kann nichts dafür bezügl. Köln. Doch die Feigheit des Staates -wie auch in CH- will NIE zum Problem dieser auf uns zum Dilemma kommenden Flüchtlings-Masse (spez. Muslime) eintreten. Die Polizei - sie tun mir so leid. Greifen sie ein, werden sie entlassen, greifen sie nicht ein, werden sie entlassen. Eine ungemeine Feigheit der Politik gegenüber der Polizei in DE, CH, AT.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Multi-Kulit ist ja schön, aber es gibt da halt auch einfach Kehrseiten, welche unsere Behörden zwangsläufig überfordern müssen. Jedenfalls mit scheint, es greift zu kurz, diese Vorfälle in Köln einfach auf die Polizei bzw. Beamten abzuwälzen. - Was würde man wohl zu hören bekommen, wenn die Polizeibeamten "wirklich frei" sprechen dürften ? Ich glaube man würde dann diese "Sache" unter einem realistischeren Aspekt anschauen müssen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen