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König Felipe mischt sich ein «Katalonien setzt Spaniens Stabilität aufs Spiel»

Legende: Video König Felipe stärkt Premier Rajoy den Rücken abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 03.10.2017.
  • Mit scharfer Kritik an der Regionalregierung in Katalonien hat sich der spanische König Felipe VI. erstmals in den Konflikt um die Autonomiebestrebungen eingeschaltet.
  • Die Regionalregierung habe demokratische Prinzipien zerschlagen und die katalanische Gesellschaft gespalten.
  • Barcelona setze «die wirtschaftliche und soziale Stabilität» Kataloniens und ganz Spaniens aufs Spiel, die Lage sei sehr ernst.
Es sind schwierige Zeiten, aber wir werden sie überwinden und vorwärtskommen.

Das Königshaus bleibe der Verfassung und Einheit des Landes verpflichtet, sagte Felipe am späteren Abend in seiner ersten Rede an sein Volk. Allen Spaniern wolle er «eine Botschaft der Ruhe und der Hoffnung» übermitteln. Ohne demokratischen Respekt gebe es kein friedliches Zusammenleben. Es liege in der «Verantwortung des Staates, die verfassungsmässige Ordnung sicherzustellen», so das 49-jährige Staatsoberhaupt.

Die Vorgeschichte

  • Die Katalanen hatten am Sonntag gegen den Willen der Zentralregierung und des Verfassungsgerichts ein Referendum über die Loslösung von Spanien abgehalten.
  • Dabei war es zu einem massiven Einsatz der Polizei gekommen, über 800 Demonstranten wurden dabei verletzt.
  • Am Dienstag protestierten über 700 000 Katalanen gegen das Vorgehen der Polizei, ein Generalstreik legte das öffentliche Leben weitgehend lahm.
  • Die Regionalregierung von Carles Puigdemont könnte schon in den nächsten Tagen einseitig die Loslösung von Spanien ausrufen.

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Daten und Karte Kataloniens

59 Kommentare

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  • Kommentar von M. Berger (Mila)
    Der narzisstische Puigdemont hat das Geschehen inszeniert und zu verantworten. Dieser Usurpator hat die Stimmung so weit aufgeheizt, dass die Menschen sich in einen Rausch hineinsteigerten. Ein surreales Openair-Theater, an dem Jede/r sein "schauspielerisches Talent" zeigen konnte in der Hoffnung, international Aufsehen zu erregen. Die Verfassung - ein von den Katalanen mit überwältigender Mehrheit angenommener demokratischer Entscheid soll nun sabotiert werden von einem Haufen Chaoten.
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Sie befürworten also ein monarchisches System?Dann grüssen Sie den Hut auf der Stange;ich würde ihn runterholen.Ausserdem würde ich Carrero Blancos Schicksal nicht ausser Acht lassen.
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    2. Antwort von M. Berger (Mila)
      M. Blättler - Nun, ich wurde auch schon als Kommunistin "identifiziert". Wie in den Diskursen in Katalonien, werden also auch hier Personen, welche das Vorgehen der Independistas nicht gutheissen, gleich als Monarchist bezeichnet oder gar als Franquist beschimpft. Wie praktisch, diese unsinnigen Schubladen! Können Sie als potentieller Freiheitsheld näher erklären, was mein Post mit dem Bomben-Attentat der ETA auf Carrero Blanco zu tun haben soll - ist mir ein Rätsel.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Kann mir einer unserer Revoluzzer erklären was an der Rede des Königs falsch war? Danke.
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Ein König ist nicht gewählt und hat somit hier die Klappe zu halten. Aus Sicht eines Eidgenossen gibt es kein Recht des Adels,sich politisch einzumischen.
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    2. Antwort von M. Berger (Mila)
      @M. Blättler - die Eidgenossenschaft ist aber aus Sicht der Nationen nicht der Nabel der Welt! Somit empfiehlt es sich, als eidgenössischer, kaum informierter Stammtisch-Polderi etwas leiser zu treten.
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    3. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Der König hat von sich selber den Anspruch der König von allen Spaniern zu sein. Also auch von den Katalanen. Die Rede hat aber nicht danach getönt, weil er Partei für eine Seite ergriffen hat und damit auch Partei gegen ein Teil seines Volkes.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Vorschau Nach der Ausrufung einer Republik Katalonien wird die katalonische Regionalregierung abgesetzt und verhaftet werden. Und C. Puigdemont wird der Prozess gemacht. Nebenbei: Die Abstimmung entsprach nicht einmal den Standards katalonischen Rechts.
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    1. Antwort von Peter Gemperle (PGT)
      Hallo Boris. Ich hoffe natürlich nicht, dass es dazu kommt. Die Abstimmung ist ohnehin gemäss der Verfassung nicht rechtens. Selbst wenn sie dies wäre, ist sie so gemacht, dass jeder bescheissen und betrügen kann wie es ihm beliebt. Mit Wahlzetteln die man im Internet heraus lassen kann, noch einen Namen darauf schreiben kann zeigt die edle Gesinnung der Katalanischen Regierung. Kommt noch dazu, dass der Wahlzettel beliebig an diversen Orten eingeworfen werden kann. Berechneter Betrug.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Das verhalten der Katalanischen Regierung, erinnert mich gerade an den Fall Ousmane Dembélé wo der FC Barcelona dem Spieler dazu geraten hat Arbeitsverweigerung auszuüben um Borussia Dortmund dazu zu Nötigen den Ablösevertrag doch zu Unterschreiben. Das gleiche Verhalten legt hier die katalanische Regierung an den Tag. Wenn ich nicht im Recht bin Provozieren und Nötigen wo es geht. Mit einem solchen verhalten ist es schwer eine Positive Lösung zu finden. Katalonien wird Verlieren, so oder so!
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