Kongolesischer Kriegsverbrecher akzeptiert Verurteilung

Der wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen verurteilte frühere kongolesische Milizenführer Germain Katanga hat seine Verurteilung akzeptiert. Katanga zog seinen Berufungsantrag zurück.

Der frühere kongolesische MIlizenführer Germain Katanga.

Bildlegende: Der frühere kongolesische MIlizenführer Germain Katanga akzeptiert seine Verurteilung wegen Kriegsverbrechen. Keystone

Der kongolesische Milizenführer Germain Katanga war Anfang März wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) schuldig gesprochen worden. Ende Mai legte das Gericht dann das Strafmass von zwölf Jahren Haft fest. Nun hat Katanga das Urteil akzeptiert, wie der IStGH mitteilte..

Die knapp sieben Jahre, die Katanga bereits im Gefängnis sitzt, werden von der Haftstrafe abgezogen. Es war erst das zweite Urteil des IStGH, seit der Gerichtshof 2003 seine Arbeit aufgenommen hatte. Zugleich ist es das erste, das nun rechtskräftig wird.

Katanga hat nach Einschätzung des IStGH durch Waffenlieferungen ein «besonders grausames» ethnisch motiviertes Massaker im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ermöglicht. Bei dem Massaker in Bogoro im Februar 2003 waren 200 Menschen überwiegend mit Macheten getötet und zahlreiche Frauen vergewaltigt worden.