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International Kos: Hunderte Flüchtlinge auf Fähre untergebracht

Die Unterbringung von syrischen Flüchtlingen auf einer Fähre auf der griechischen Ägäis-Insel Kos geht voran: Bisher gingen knapp 500 Menschen an Bord, wie die Behörden mitteilten. Priorität haben Kinder und ihre Mütter sowie Familien.

Legende: Video «Die Bedingungen sind furchtbar» abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2015.

Immer mehr syrische Flüchtlinge gehen an Bord des griechischen Fährschiffs «Eleftherios Venizelos». Das Schiff war am Freitag auf der Insel Kos angekommen und dient zur Registrierung und befristeten Unterbringung syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge. Insgesamt sollen 2500 Menschen untergebracht werden. Flüchtlinge aus anderen Staaten werden zunächst nicht auf der Fähre aufgenommen.

Am Samstag hatten sich nach Fernsehberichten etwa 50 Afghanen, Iraker und Pakistaner eine Schlägerei vor der Polizeistation von Kos geliefert. Sie hatten dort auf ihre Registrierung gewartet. Die Behörden wollen vermeiden, dass es zu ähnlichen Zwischenfällen an Bord der Fähre kommt.

Legende: Video Syrische Flüchtlinge besteigen Fähre abspielen. Laufzeit 0:37 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.08.2015.

Mehrheit aus Syrien

An einem einsamen Strand der Insel wurde die Leiche eines 16 Jahre alten Syrers entdeckt. Seine Angehörigen, die in Schweden leben, hatten ihn vor einigen Tagen als vermisst gemeldet. Der junge Mann soll nach ersten Erkenntnissen von Ärzten auf Kos an Wassermangel (Dehydrierung) gestorben sein, berichtete das griechische Staatsradio weiter.

Innerhalb von nur drei Tagen sind auf den griechischen Inseln Kos, Chios, Agathonisi, Samos, Lesbos, Kalolimnos und Megisti insgesamt 1728 Flüchtlinge aufgegriffen worden. Die Menschen stammen überwiegend aus Syrien, wie ein Offizier sagte. Die Mehrzahl wolle nach West- und Nordeuropa weiterreisen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers, Bülach
    In D. wird eine Schule für lernbehinderte Kinder geschlossen, um damit eine Asylunterkunft zu erstellen: Aufgrund einer Verfügung des Eichsfelder Landrates, Dr. Werner Henning, soll das Förderzentrum Heiligenstadt geräumt und voraussichtlich auch geschlossen werden! Die betroffenen Eltern, warum wird mit den schwächsten Kindern so umgegangen? Sind lernbehinderte Kinder in unserer Gesellschaft nichts wert?
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    1. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Ich habe darüber auch gelesen Frau Helmers. Es ist einfach unfassbar, dass die schwächsten Glieder in der Gesellschaft so behandelt werden. Im Internet werden bereits Unterschriften gesammelt, um die betroffenen Eltern zu unterstützen. Wie weit muss es noch kommen? ??
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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    In Mazedonien fährt 4 Mal täglich ein Zug nach Serbien, die Balkanroute, in Syrien wird wahllos getötet und die ganzen Muslimischen Länder schauen zu. Die Mazedonier wollen die Flüchtlinge so schnell wie möglich loswerden. Da fast alle nach Östreich oder Deutschland wollen kommen Sie auch in die Schweiz. Die Internationale Hilfe liegt bei gleich Null. Warum? Es scheint nicht, dass der Islam eine gute Grundlage ist. Da fehlt etwas. Geburtenkontrolle, Nächstenliebe und Staatliche homogenität.
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Ich vermute, dass die Fähre nicht lange in Kos bleibt, sonder bald nach West Europa fährt inklusive der "Passagiere". Und bald darauf wird die Fähre regelmässig von Griechenland, Türkei & Lybien aus unzählige Migranten nach West Europa bringen.
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    1. Antwort von E.Wagner, Zug
      Kein einziger der hochbezahlten Volks – oder Eu Vertreter fordert Kontrollen für Waffentransporte und Geldtransfers in die Kriegsgebiete. Es werden Regierungsumstürze, Bürgerkriege finanziert und initiiert, Bahnladungen Kriegsgerät gen Osten durch die EU geleitet. Die Flüchtlinge sind die Folge nicht Ursache. Der Kosovo, Irak, Syrien, Ukraine ect. sind vom Westen verursachte Herkunftsländer.
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    2. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Aber sicher wird die Fähre die Menschen aufs Festland bringen, das schrieb ich schon bei Ihrer Ankunft. Wenigstens werden Frauen und Kinder bevorzugt. Schon mal eine sehr vernünftige Reaktion und Einstellung.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Genau Ch. W. Bei Schiffsunglücken ist üblich, dass zuerst Frauen & Kinder gerettet werden. Männer die sich vordrängen werden aufs Schärfste verurteilt. Doch schaut man diese Flüchtlingsströme an, sind es vor allem junge Männer die sich überall vordrängen. Gut, 50% von den Bildern die man uns zeigt sind Kinder abgebildet die gerettet werden. Aber nur, damit man weiterhin behaupten kann, 50% der Flüchtlinge wären Kinder, weil Kinder in Not die Herzen der Menschen nun mal mehr berühren.
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