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Schüsse vor dem Cupfinal
Aus Tagesschau vom 04.05.2014.
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International Krawalle in Italien: Hooligan nach Schüssen festgenommen

Es sollte ein Fussball-Fest werden, wurde aber zum Skandal-Spiel: Bei Krawallen und einer Schiesserei sind vor dem Pokal-Finale in Italien mindestens zehn Menschen verletzt worden, einer davon lebensgefährlich. Die Polizei nahm den mustmasslichen Angreifer fest.

Nach gewaltsamen Ausschreitungen vor dem Pokalfinalspiel in Rom zwischen den italienischen Fussballvereinen AC Florenz und SSC Neapel ist einer der mutmasslichen Angreifer festgenommen worden. Dem 48-Jährigen wird versuchter Totschlag vorgeworfen.

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Fussball-Krawalle in Italien
Aus News-Clip vom 04.05.2014.
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Der polizeibekannte Anhänger des AS Rom soll demnach auf drei Fans aus Neapel geschossen haben, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Kaum noch Hoffnung für Opfer

Vor dem Spiel in Rom war es am Samstag zu Strassenschlachten zwischen Fans beider Seiten gekommen. Insgesamt vier Männer wurden verletzt, drei davon erlitten Schusswunden. Einer der angeschossenen Männer liegt laut Medienberichten im Koma. Mindestens neun weitere Tifosi erlitten durch Schüsse oder Stiche teils lebensgefährliche Verletzungen.

Die Gewalt im italienischen Fussball hat damit nach Ansicht vieler Beobachter einen blutigen Höhepunkt erreicht.

Polizist schwer verletzt

«Diese Vorfälle sind nicht zu akzeptieren. Ich fordere die Fans auf, dies als das zu sehen, was es ist: Ein Abend des Fussballs und kein Anlass für ausufernde Gewalt», sagte Italiens Liga-Verbands-Chef Maurizio Beretta. Senats-Präsident Pietro Grosso zeigte sich entsetzt: «Ich bin tief traurig, dass derartiges immer noch passiert.»

Die Schiessereien ereigneten sich im römischen Stadtviertel Tor di Quinto, wo es bereits zuvor zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen gekommen war.

Unter der Masse neapolitanischer Fans, die vor Spielbeginn zum Olympiastadion in Rom strömte, mischten sich auch römische Hooligans, die die Neapolitaner und die Sicherheitskräfte mit Gegenständen bewarfen. Dabei wurde ein Polizist schwer verletzt. Angegriffen wurde auch eine weitere Person, die von Hooligans geschlagen wurde.

Nationalcoach geschockt

Im Stadion selbst flogen vor dem geplanten Anpfiff Massen an Feuerwerk aus den Blöcken in Richtung Spielfeld, Tränengas kam zum Einsatz. Neapels Kapitän Marek Hamsik versuchte die Napoli-Fans zu beschwichtigen und verhandelte mit den Ultra-Führern.

Italiens Nationalcoach Prandelli wirkte auf der Tribüne sichtlich geschockt. Premier Renzi wollte mit seiner Frau und seinen drei Kindern das Stadion bereits verlassen, blieb aber doch.

Die Partie im ausverkauften Olympiastadion konnte schlussendlich mit 45-minütiger Verspätung angepfiffen werden. Die AC Florenz hat dabei seinen ersten Titel seit fast 15 Jahren verpasst. Die Toskaner verloren ohne den deutschen Nationalstürmer Mario Gomez das Endspiel um den italienischen Fussball-Pokal am Samstag in Rom mit 1:3 (1:2) gegen den SSC Neapel.

Krawalle in Bremen

Bei Ausschreitungen von rund 80 bis 90 gewaltbereiten Anhängern von Hertha BSC rund um die Partie der Fussball-Bundesliga bei Werder Bremen sind sieben Polizisten verletzt worden. Die Berliner hätten sich mit Steinen bewaffnet, um diese auf Werder-Fans zu werfen, erklärte eine Polizei-Sprecherin. Eine Polizeieinheit habe sich «dazwischengeworfen».

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Claudio Bilgeri , Goldach
    Nachtrag "Neapels Kapitän Marek Hamsik verhandelte mit den Ultra-Führern" Maus kann nicht zur Katze gehen und verhandeln, sie kann im besten Fall um etwas bitten, wie auch in diesem Fall. Sollte jedem klar sein wer hier das sagen hat
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  • Kommentar von Karl Paul , St. Gallen
    Junge Männer sind für alles zu haben. Schlecht ist, wenn sie im Verhältnis zur Gesellschaft überproportional vertreten sind. Und wenn sie keine richtige Aufgabe haben, dann können sie zu einer Gefahr für die ganze Gesellschaft werden. Beispiele gibt es weltweit genug. Ob es dabei um Fussball oder Religion geht ist dabei egal.
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  • Kommentar von Max Hug , Luzern
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns Fussballtote gibt. Die Dummheit gewisser Fans ist grenzenlos.
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