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Krieg in Nordsyrien Assad unterstützt Kurden gegen türkische Truppen

Legende: Video Syrische Armee stationiert Grenzposten in der Region Afrin abspielen. Laufzeit 0:48 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 19.02.2018.
  • Die Kurden im nordsyrischen Gebiet um Afrin erhalten im Kampf gegen die türkische Armee Unterstützung durch syrische Kräfte.
  • Die syrische Armee werde Grenzposten in der Region Afrin stationieren, sagte ein hochrangiger Kurdenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
  • Seit mehreren Wochen greift die Türkei die Region um Afrin in Nordsyrien an. Sie bekämpft dort die kurdische YPG, welche mit der in der Türkei verbotenen PKK liiert sein soll.
  • Die Türkei wird bei ihrer Offensive von Kämpfern der Freien Syrischen Armee unterstützt, die seit 2011 gegen Assad kämpft.

Die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad könnten innerhalb von zwei Tagen dorthin verlegt werden, sagte der Kurdenvertreter. Die Vereinbarung sei zunächst rein militärisch. Die Kurden in Afrin hatten zuvor die Assad-Armee zur Hilfe gegen die Türkei aufgerufen.

Drohung aus der Türkei

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu hat mit Angriffen auf die syrische Armee gedroht, sollte diese der Kurdenmiliz YPG in der syrischen Provinz Afrin zu Hilfe kommen.

«Wenn sie kommen, um die YPG zu verteidigen, dann kann niemand und nichts uns oder die türkischen Soldaten stoppen», drohte Cavusoglu bei einem Besuch in der jordanischen Hauptstadt Amman.

Die Türkei greift seit Januar die Region um Afrin an. Die türkische Militäroffensive verschärft zunehmend die Spannungen mit den USA. Diese arbeiten im Kampf gegen die Terrormiliz IS mit der YPG zusammen.

Legende: Video Pascal Weber zur Absicht der Türkei abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.02.2018.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter (K. Raeschter)
    Eine wichtige Lösung wäre: gebt den Kurden endlich ihr Land Kurdistan zurück. Die Kurden möchten wieder ihre eigene Autonomie. Aber vor allem die Türkei verhindert dies seit Jahren. Dabei ist doch der kurdische Teil in der Türkei weniger wirtschaftliches Berg- und Hinterland.
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  • Kommentar von Kari Raeschter (K. Raeschter)
    Es ist schon eine Frechheit, was sich dieser Despot Erdogan alles erlaubt. Da marschiert er einfach mit seinen Truppen in ein fremdes Land ein und hat das Gefühl im Recht zu sein. Jetzt wird es aber noch schlimmer, in dem die Türken den Syrern drohen, weil diese den Kurden helfen, fremde Truppen aus syrischem Gebiet zu vertreiben. Wann greift die UNO endlich ein und behilft dem Erdogan, gefälligst seine Truppen aus Syrien abzuziehen. Und die EU verhandelt noch mit dieser Person irgendwie.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Zur Erinnerung: Die türkischen Truppen sind vor ca. einem Monat in Syrien einmarschiert - Das heisst Krieg. Dass die syrischen Truppen nun die Kurden im eigenen Land unterstützen ist gemäss Uno-Charta völkerrechtskonform, genauso wie der Hilferuf an Russland oder den Iran. Was hingegen gar nicht geht, ist der Einmarsch türkischer, US- französischer, englischer und deutscher Truppen in Syrien. DAS SIND GRAVIERENDE BRÜCHE DER UNO-CHARTA.
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