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Krieg in Syrien Syrien und die Türkei vermelden entscheidende Erfolge

Die Rebellenenklave in Ost-Ghuta dürfte bald ebenso aufgerieben sein wie der kurdische Widerstand in der Region Afrin.

Legende: Video Exil-Kurde Amir: «Eroberer bekämpfen sich gegenseitig» abspielen. Laufzeit 1:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Türkische Truppen und verbündete Milizen haben nach Informationen des türkischen Militärs die kurdische Region Afrin vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.
  • Derweil vermeldet auch die syrische Armee entscheidende Fortschritte im Kampf gegen die Rebellen in Ost-Ghuta vor Damaskus.
  • Damit kontrolliert die syrische Armee wieder über 90 Prozent des Gebiets, das lange als Hochburg zumeist islamistischer Rebellen galt.

Laut türkischen Armeekreisen wurden die verbleibenden Dörfer in der nordsyrischen Region Afrin über Nacht besetzt. Die Einwohner könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren.

Am vergangenen Wochenende hatten türkische Einheiten zusammen mit verbündeten arabischen Milizen die Hauptstadt Afrin der gleichnamigen Region in Syrien eingenommen.

Die Türkei zielt mit ihrer Offensive auf die Kurdenmiliz YPG, die sie als verlängerten Arm der PKK betrachtet. Die Türkei will verhindern, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet.

Assad vor Durchbruch in Ost-Ghuta

Am zweiten grossen Kriegsschauplatz in Syrien, in der Region Ost-Ghuta vor Damaskus verliess derweil laut syrischen Staatsmedien ein erster Konvoi mit knapp tausend Kämpfern und Zivilisten den Süden der Rebellenenklave Ost-Ghuta. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Samstagabend meldete, starteten 17 Busse mit 981 Menschen an Bord in Richtung der Provinz Idlib.

Insgesamt sollen bis Sonntag rund 7000 Menschen evakuiert werden.
Idlib ist die letzte Provinz, die sich weitgehend dem Zugriff von Machthaber Baschar al-Assad entzieht, doch verloren die Rebellen seit Dezember grosse Gebiete im Südosten der Provinz.

Die syrische Armee hatte Mitte Februar mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine gross angelegte Offensive auf Ost-Ghuta gestartet. Inzwischen eroberte sie mehr als 90 Prozent des Gebiets zurück, das seit 2012 von zumeist islamistischen Rebellen kontrolliert wurde.

Rebellen, die vor ihrer Evakuierung beten. Ausserhalb von Ost-Ghuta.
Legende: Auf dieser Aufnahme vom Freitag sind Rebellen zu sehen, die vor ihrer Evakuierung beten. Reuters

34 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es wird böse enden mit R. Erdogan, wie mit allen Despoten. Spätestens wenn die Ökonomie am Ende ist, wird es gewaltig knallen. Zumindest diesen Schluss kann man aus der Geschichte ziehen. Bleibt da nur noch die grosse Frage: Wo kann man Geld darauf setzen, wo R. Erdogan zwischenzeitlich noch einen neuen Krieg anzetteln wird?
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Es werden immer mehr Nachrichten gemeldet von Kämpfen zwischen Milizen in Idlib und Afrin. Jetzt kommt Meldung, dass in Raqqa würde Miliz gegrundet welche will Raqqa zurück zu Regierung bringen. Sie wollen wie Gerilla gegen USA und Kurden kämpfen. In Manbij grösse proteste gegen Kurden und für Regierung. Langsam hat syrische Volk genug vom Experiment Neue Syria.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Massenmord, völkerrechtswidriger Einmarsch und schwerste Kriegsverbrechen und kein Wort dazu. Weil RDoWahn's faschistoide Türkei Flüchtlinge an der Weiterreise hindert, bekommt sie 3 Mrd $ und werden hofiert. Russland bombardiert Spitäler und begeht damit Kriegsverbrechen. Mit dem Schweigen der Lämmer setzen Länder wie die Schweiz zuammen mit anderen die Genfer Konvention und ihre Zusatzprotokolle faktisch ausser Kraft.
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      Wenn Russland in Aleppo oder Ghuta die Rebellen bekämpft heisst es: Russen bombardieren Spitäler, Zivilbevölkerung und Kinder .Wenn die westl. Allianz im Irak bombardiert hat es keine Spitäler, keine Zivilbevölkerung und kein Kinder? Niemand kommt zu Schaden. Wer's glaubt, alles nur westl. Propaganda!
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