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Krise in Nahost Ägypten öffnet während Ramadan Grenze zu Gaza

  • Ägypten will den Grenzübergang zum Gazastreifen während des ganzen Fastenmonats Ramadan offen halten.
  • Somit wird die Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer so lange gelockert, wie seit Jahren nicht mehr.
  • Der äpyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi will die Grenze offenhalten, um «die Last unserer Brüder im Gazastreifen zu lindern». Das teilte al-Sisi über Twitter mit.
Menschen an der Grenze zwischen Äpypten und Gaza.
Legende: Ägypten will mit der langandauernden Grenzöffnung das Leid der Menschen im Gazastreifen lindern. Keystone

Israel und Ägypten halten den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt aus Sicherheitsgründen unter Blockade. Die Lebensbedingungen in dem schmalen Küstenstreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern sind sehr schlecht.

In den vergangenen Jahren hat Ägypten den Grenzübergang Rafah von Zeit zu Zeit geöffnet, jeweils für einen oder mehrere Tage. Es durften jeweils nur Kranke oder Menschen mit einer besonderen Genehmigung passieren.

Tote Palästinenser bei Protesten

Am Montag wurden bei massiven Protesten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel 60 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Die Proteste richteten sich gegen die Öffnung der US-Botschaft in Jerusalem sowie gegen die fortwährende Blockade.

Die Palästinenser erinnern zudem seit Wochen an die Nakba (Katastrophe) – die Flucht und Vertreibung von rund 700'000 Palästinensern im Zuge der israelischen Staatsgründung vor 70 Jahren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Frédéric Weil (Derrick)
    Es wurden über 50 Hamas Aktivisten/Mitglieder getötet. Und für diese Mitglieder einer Terrororganisation legt die UNO eine Schweigeminute ein. Wo blieben die Schweigeminuten der UNO für die Opfer in Syrien, in Afgahnistan, etc.? Schwache Leistung .... Und warum sind die angeblich 1'000 verletzten Kinder nicht in der Schule?
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Haben Sie irgendwo ein Gerichtsurteil gesehen, dass das Hamas Aktivisten waren oder verlassen Sie sich auf die Behauptung des Herr Botschafter? In einem Rechtsstaat ist man unschuldig bis zum Beweis der Schuld. Israel nennt sich doch Rechtsstaat? Es wurde unter anderem auch ein Kanadischer Arzt angeschossen, der klar als Arzt bezeichnet war und mindestens 19 weitere Rettungspersonen. Premier Trudeau hat deshalb auch eine unabhängige Untersuchung gefordert.
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    2. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Komisch, die Hamas gilt als Terrororganisation, der man nicht pber den Weg trauen kann, aber wenn sie die Toten für sich reklamiert, ist sie plötzlich vertrauenswürdig... Im Gazastreifen grassieren Suizide von Jugendlichen, und es ist durchaus denkbar, dass sich welche an die Grenze aufmachen, um erschossen zu werden. Auch das wirft kein gutes Licht auf die Besatzungsmacht. Schule? Für was? Die Arbeitslosigkeit liegt bei 60%. Strom und Wasser gibt es nur stundenweise, Handel gar nicht.
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    3. Antwort von Magdalena Glaus (Bhabiana)
      Herr Müller, hier ein Zitat der Hamas, das man leicht im Netz findet: „At least 61 Palestinians were killed on Monday, according to Ashraf al-Qidra, a spokesman for the Hamas-run Health Ministry. „The number I am telling you is official. Fifty martyrs from Hamas were martyred in this most recent battle,” he told Baladna, a Gaza-based TV station.“ Aber wer nicht glauben will, was nicht sein darf, dem genügt dies wohl auch nicht als Beweis...
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    4. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Glaus, der IS reklamiert auch jeden Anschlag für sich, noch wenn völlig klar ist, dass ein anderer Spinner ohne jegliche Kontakte zum IS verantwortlich ist. Das nennt man Propaganda. Aber wie Sie sagen: Es muss ja sein, was ins Weltbild passt.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Interessant waeren ergaenzende Informationen, wieso nicht nur die Israelis (gar auch auf den Territorialgewaessern des Gazastreifens), sondern gar auch die Aegypter die Grenze blockieren. Gegen eine scharfe Kontrolle (aber ohne unnoetige Schickanen!) des Personen- und Warenverkehrs waere nix einzuwenden, wobei das Minimum von Mo-Fr von 10 bis 12 und 14 bis 16h waere....
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Weil sie Israel unter massiven Druck setzt, mit Support der USA, welche Israel massiv Armeebudget finanzieren solange sie brav zu Israel stehen
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    2. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Auch das Militärbudget Ägyptens wird massiv vom Westen alimentiert. Die harte Hand sowohl Israels als auch Ägyptens fördert die Hinwendung der geschundenen Bevölkerung zum Terrorismus, und Ägypten hat diesbezügliche Probleme im Norden Sinais. Es nutzt diesen Umstand, um ohne Kontrolle oder Kommentar der intl. Gemeinschaft Beduinen zu vertreiben und zu ermorden. Die Menschenrechtslage in Ägypten ist katastrophal, und es fällt auf, dass das deutlich weniger kritisiert wird als im Fall der Türkei.
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