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Krise um Katalonien Hunderttausende gehen für Spaniens Einheit auf die Strasse

Legende: Video 350'000 fordern Puigdemonts Verhaftung abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.10.2017.
  • Hunderttausende Menschen haben in Kataloniens Hauptstadt Barcelona gegen die Pläne der Regionalregierung zur Abspaltung von Spanien protestiert.
  • Auf ihrem Marsch zum Bahnhof Estació de França skandierten die Demonstranten am Sonntagmittag mitunter «Ich bin Spanier» und «Viva España».
  • Sie forderten die Festnahme des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont.

Puigdemont hatte am letzten Sonntag ungeachtet eines Verbots durch das Verfassungsgericht und gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid ein Referendum über die Unabhängigkeit abgehalten. Bei der von den Abspaltungsgegnern mehrheitlich boykottierten Befragung gewann das «Ja»-Lager mit rund 90 Prozent. Puigdemont berief für Dienstag eine Sitzung des Regionalparlaments ein, bei der möglicherweise die Unabhängigkeit ausgerufen werden soll.

Zu der Kundgebung am Sonntag hat die Organisation Katalanische Zivilgesellschaft aufgerufen. Sie rief die «schweigende Mehrheit» auf, unter dem Motto «Basta! Kehren wir zur Vernunft zurück» auf die Strassen zu gehen. Auch Rajoys konservative Volkspartei (PP) sowie deren parlamentarische Verbündete Ciudadanos unterstützen die Demonstration.

In einem Interview mit der Zeitung «El País» wies Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die Aufrufe zum Dialog mit den Separatisten derweil scharf zurück. «Spanien wird nicht geteilt werden und die nationale Einheit wird erhalten bleiben», fügte er hinzu.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Signer (Jürg Signer)
    Seit längerem verfolge ich auf SRF die Debatte der spanisch-/katalonischen Leserbriefschreiber"Experten". Erstaunlich wie es jeder besser weiss, wie man was hätte tun müssen oder tun muss. Mir würde gefallen, wenn sich jeder dieser "Experten" mehr auf Debatten, politische Diskussionen und gegebenenfalls politisches Handeln im eigenen Land konzentrieren würden. Aber eben, über dem Tellerrand Fehler zu sehen ist immer einfacher als für Fehler vor der eigenen Türe ein zu stehn.
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Das Eine schliesst das Andere nicht aus.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Podemos hat auf Facebook die Ansprache des Präsidenten und diejenige des Königs aufgeschaltet. Schauen Sie sich das mal an. Es ist sehr offensichtlich: Spanien wird von PR Beratern regiert. Das Volk in Katalonien ist ganz offensichtlich reifer für Föderalismus und Demokratie. Die EU mischt sich nicht ein? Liegt da nicht der Schluss nahe, dass die EU, der König und der Präsident von Spanien das Vorgehen abgesprochen haben? Mit dem gleichen PR Berater?
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Ach diese ewige Breitseite gegen die EU! Akzeptieren sie einfach dass es Gegner und Befürworter einer Abspaltung gibt.
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    2. Antwort von Ivo Muri (Ivo Muri)
      Stimmt - Dankeschön - ich akzeptiere das selbstvertändlich. Genau darum befürworte ich eine Abstimmung, damit sich alle äussern können. Es gäbe wohl wenig Diskussionen, wenn es nicht die präsidialen Schlägertrupps gegeben hätte, die eine Volksabstimmung verhindern wollten. Zur Frage der gesetzlichen Legitimation einer Abstimmung sei erwähnt, dass der EU Staatsvertrag dem Volk nie zur Abstimmung unterbreitet wurde. Die EU Staatsverfassung wurde vom Volk abgelehnt.
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Muri, sie der sich so aufregt über die EU und immer Wettert über fremde Richter die nichts zu sagen haben wenn es um die Schweiz geht, erlauben sich aber hier seit Tagen über die Spanische Regierung und den Spaniern zu Urteilen, und das erst noch mit minimallsten Kenntnissen über das Land!
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    4. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @D. R.: Wir sind aber nicht in der EU! Und eigenartig ist ja schon, dass sie sich sonst vehement für Minderheiten, Meinungsfreiheit, Demokratie, Menschenrechte usw. einsetzen, aber betr. Katalanen verweigern sie diesen diese Rechte & bezeichnen sie als Wirrköpfe.
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    5. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      @Waeden, Minderheit zu sein reicht bei mir nicht aus, mir ist als Kriterium auch wichtig wie man diese Ziele erreichen will. Ich bin in vielen Fragen des Alltags in der Minderheit, doch versuche ich sie zu ändern innerhalb der Demokratischen Spielregeln. Wenn man jemandem droht oder in Geiselhaft nimmt nur um was durchzusetzen, dand distanziere ich mich von der Minderheit. Ich bin auch schon aus einem Verein ausgetreten der Minderheiten vertrat, aber auch die die gegen das Gesetz verstiessen.
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  • Kommentar von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
    Spanien riskiert wirtschaftlich so einiges wenn es Katalonien verliert. Schon nur wegen der einzigen Landverbindung nach Frankreich. Die EU dagegen müsste mit einem unabhängigen Staat Katalonien einen Dominoeffekt befürchten und wäre als Vermittler auch ungeeignet, da viel zu fest in Spanien involviert und auf einen europäischen Bundesstaat fixiert. Besser wären Slowenien, Tschechien oder die Slowakei als Vermittler, die neutraler und vor allem Erfahrungen mit Staatentrennungen mitbringen.
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    1. Antwort von Carlos Olgiati (C.O.)
      Herr Bachtelmann, Sie behaupten hier ständig, dass man über Katalonien muss, um von Frankreich nach Spanien zu gelangen. Ich empehle ihnen mal einen Blick auf eine Landkarte.
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    2. Antwort von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
      Gucken Sie mal selber auf die Karte Herr Oligiati. Die zwei besten und wichtigsten Strassenverbindungen von Spanien nach Frankreich führen nun einmal durch Katalonien hindurch. Dann gib es noch eine ganz im Norden an der Biskaya, was aber für die meisten Auto- und LKW Fahrer die nach Mittel- oder Osteuropa müssen ein grosser Umweg ist. Schön dazwischen das Hochgebirge der Pyrenäen.
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    3. Antwort von Peter Gemperle (PGT)
      Herr Olgiati.Ich bin mit Herr Bachtelmann meist nicht einverstanden, weil er beleidigend und neben der Realität vorbei schreibt. Eben ohne "Klarsicht", doch diesmal hat er Recht. Die Hauptroute Figueres - Barcelona - Saragossa - Madrid - Merida ist die schnellste Verbindung ins Zentrum von Spanien.Ab Barcelona geht es nach Valencia - Alicante. Und in den Süden geht es über beide genannte Varianten. Beide Routen gehen durch Katalonien und es ist den Randalieren zu zu trauen, dass sie blockieren
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    4. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Er meint natürlich von links aus gesehen;-(
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    5. Antwort von Willi Geissbühler (tagesschau)
      Alexander Bechtelmann: man sollte keinen Kommentar abgeben, wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Schauen Sie sich mal die Schulden der Katalanen an. Der helle Wahnsinn. Den Katalanen wird die Intoleranz und das katalanische Theater vom auserwählten Volk schon mit der Muttermilch eingeimpft. In Katalonien hält eine Minderheit die Mehrheit in Geiselhaft, das ist die Realität. Schon jetzt ziehen viele Firmen ihren Hauptsitz aus dem "Terrorgebiet" ab, z.b. La Caixa, Banco Sabadell etc.
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    6. Antwort von Carlos Olgiati (C.O.)
      Herr Gemperle, mir ist schon bewusst, dass es über Katalonien schneller geht, aber falls dies nicht mehr möglich ist, wird man halt über das Baskenland ausweichen müssen und eine langsamere Route in Kauf nehmen. Diese Option gibt es und Herr Bachtelmann tut so als ob man nicht nach Spanien könnte, ohne Katalonien zu betreten.
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    7. Antwort von Alexandr Bachtelmann (contra_linksgrün)
      Herr Willi Geissbühler, lernen Sie zuerst einmal meinen Namen richtig schreiben. Spanien als solches ist in der Schuldenfalle, auch wenn es nicht mehr vom EU Rettungsschirm lebt. Die Transfehrzahlungen Kataloniens an andere Regionen Spaniens fällt mit einer Unabhängigkeit weg. Außerdem haben die Separatisten im Parlament Kataloniens eine Mehrheit, was zufälligerweise vom Volk so bestimmt wurde und sich auch in der Abstimmung manifestierte.
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    8. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      @ Bachtelmann, ich Glaube nicht mehr an ein versehen, sondern eine Bewusste Kampagne von Ihnen! Diese vielen Lügen die sie erzählen sind schwer zu Ertragen! Spanien wahr gar nie unter dem EU Rettungsschirm. Des weiter ist es so das Katalonien in den letzten Jahren 2 mal einen Notkredit beantragen musst in Madrid um Ihre Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Die Bonität an der Börse von Katalonien wird schlechter angesehen als die Griechenlands.
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    9. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Des weitern Herr Bachtelmann, ist die Schuldenlast gar nicht so hoch wie sie hier suggerieren wollen. Spanien stand sehr gut da und hat nur wegen der Bankenrettung so hohe Schulden, die aber im Vergleich zu andern Ländern eher klein sind!
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    10. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Kleine Korrektur, ja 2012 wahr Spanien unter dem Rettungsschirm , aber sie haben keine Transfehrleistungen bezogen Genau wie Irland konnten sie Dank gut geführtem Haushalt die Bankenkrise intern lösen.
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