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International Kroatien meldet Flüchtlingsrekord

Der Balkanstaat ist zum neuen Transitland der Flüchtlinge geworden. Unterdessen hat Ungarn den umstrittenen Zaun an der slowenischen Grenze wieder abgebaut.

Flüchtlinge in Kroatien
Legende: Zehntausende Flüchtlinge wählen über Kroatien den Weg in weitere europäische Länder. Keystone

Immer mehr Flüchtlinge treffen beim jüngsten EU-Mitglied Kroatien ein: Allein am Freitag sei mit fast 10'000 Menschen ein neuer Tagesrekord erzielt worden, teilte das Innenministerium in Zagreb mit.

Seit die Flüchtlinge vor zehn Tagen erstmals Kroatien als Transitland wählten, seien es 65'000 Menschen gewesen, berichtete das Ministerium weiter. Fast alle werden mit Bussen und Zügen an die ungarische Grenze gebracht, von wo sie nach Österreich weitergeleitet werden.

Ungarn baut Zaun wieder ab

Unterdessen hat Ungarn die an der slowenischen Grenze errichtete Sperre wieder abgebaut, die zur Abwehr von Flüchtlingen dienen sollte. Das berichtete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI. Am späten Freitagabend hatte das Innenministerium in Budapest erklärt, bei dem Bau habe es sich nur um einen Versuch gehandelt.

Am Donnerstag hatte Ungarn ohne Vorankündigung begonnen, bei Tornyiszentmiklos an der slowenischen Grenze einen provisorischen Zaun zu errichten, der aus drei übereinandergezogenen Rollen Nato-Draht bestand. Diese Konstruktion ist nun abgerissen worden.

Knackpunkt Schengen-Raum

Legende: Video Helfer gegen Helfer abspielen. Laufzeit 04:06 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.09.2015.

Ministerpräsident Viktor Orban sagte nach einem Treffen mit seinem österreichischen Kollegen Werner Faymann in Wien, ein Zaun an der slowenischen Grenze sei problematisch, weil das Nachbarland ebenso wie Ungarn zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum gehöre. Daher könnten dort allenfalls Sperren errichtet werden, die binnen eines Tages wieder abbaubar sind.

Er wolle zudem mit Kroatien, das nicht zum Schengen-Raum gehört, über die Kontrolle der gemeinsamen Grenze verhandeln. An diesem Montag will sich Ungarns Innenminister Sandor Pinter mit seinem slowenischen Kollegen Vesna Györkös Znidar an der Grenze treffen, um über gemeinsame Kontrollen zu beraten.

Jugendherbergen wollen helfen

Deutsche Jugendherbergen wollen im Winter Tausenden Flüchtlingen eine Unterkunft bieten. Ab dem 1. Oktober könnten in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen rund 3800 Flüchtlinge vorübergehend untergebracht werden, sagte Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks, der Deutschen Presse-Agentur.

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49 Kommentare

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  • Kommentar von peter weber (Schamane)
    Es ist zu hoffen, dass die Schweizer am 18.Oktober die Folgen der Immigration nicht unterschätzen. Üblicherweise findet ja der Eidgenosse immer alles halb so schlimm..womöglich ein fataler Fehler...
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    "Die Welt" berichtet von christlichen Flüchtlingen, die in deutschen Asylbewerberheimen Übergriffen durch fanatische Muslime, die nach der Scharia leben, ausgesetzt sind. Die Fundamentalisten drohen ihnen sogar mit Mord. Zitat: "Sie schreien Koranverse. Das sind Wörter, die der IS schreit, bevor sie den Menschen die köpfe abschneiden." Und, Zitat eines Flüchtlingshelfers: "Wir müssen und von der Illusion befreien, dass alle, die hier ankommen, Menschenrechtsaktivisten sind."
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    1. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @mitulla: Wie treffend ihre Worte! Genau dieser Umstand wird unter den Politikern, welche diese Welle der illegalen Einwanderung losgetreten haben, nie zur Sprache gebracht! Frau Merkels Tipp, auf diesen Umstand angesprochen war, wir Christen müssten wieder öfters eine Kirche besuchen gehen. Nur: In Deutschland gibt es bald mehr Moscheen wie Kirchen! Von der jüdischen Minderheiten in Europa möchte ich schon gar nicht mehr reden. Für sie wird es hier bald keinen sicheren Platz mehr geben!
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, E.Jenni, in Deutschland seien die Behörden, Zitat focus-online: "An der Belastungsgrenze angelangt". Nicht nur das mitgebrachte mittelalterliche Rollenbild der Frau macht in Deutschland Schlagzeilen, sondern auch die fordernde Haltung und die mitgebrachte Aggressivität der jungen Männer. Nun müssen muslimische und christliche Flüchtlinge getrennt werden, derweil sich die Sprösslinge der arabischen Ölscheichs (=Oligarchen) im freien Westen einen ausschweifenden Lebensstil gönnen.
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    3. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Die mitgebrachte Aggressivität musste ich vor ein paar Tagen in Basel erleben. Auf einem schmalen Fussweg kamen mir zwei junge Nordafrikaner entgegen. Sie blieben vor mir stehen, weil ich nicht zu Seite ging. Folglich mussten sie es tun, wobei der eine mir noch einen Stoss gegen die Schulter versetzte. Aber das Verletzende war, wie sie lachend davon liefen...geht man ihnen aus dem Weg, gibt man nach, oder stellt sich der Konfrontation und muss dann so etwas erleben. Wir sind ja nur Frauen.
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Wieviel Antisemtismus importieren wir eigentlich mit dieser neuen Einwanderungswelle nach Europa?
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