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International Kubas Kommunisten bleiben sich und Castro treu

Kubas Staatschef Raúl Castro soll für weitere fünf Jahre an der Spitze der Kommunistischen Partei des Landes bleiben. Am Parteitag wurde der Bruder des ehemaligen Revolutionsführers Fidel Castro im Amt bestätigt.

Raúl Castro spricht am Parteitag
Legende: Er bleibt: Raúl Castro spricht am Parteitag zu den Genossen. Reuters

Keine Überraschung zum Abschluss des Parteikongresses der Kommunisten Kubas: Der 84-jährige Raúl Castro wurde wie erwartet als Erster Sekretär der Kommunistischen Partei (PCC) wiedergewählt. Mit dem 85 Jahre alten José Ramón Machado Ventura blieb zudem noch ein alter Revolutionär Vizechef der einzig erlaubten politischen Partei im Karibikstaat.

Generationenwechsel verschoben

Raúl Castro hatte jüngst zwar von einem Generationenwechsel gesprochen, der in den kommenden Jahren in der Führungsebene der Partei vollzogen werden solle. Als Präsident Kubas will Castro allerdings 2018 zurücktreten.

Rund 1000 Delegierte aus dem ganzen Land hatten in der Hauptstadt Havanna am Abschlusstreffen der wichtigsten politischen Versammlung Kubas teilgenommen, wie die PCC über ihren Twitter-Account weiter mitteilte.

Fidel Castro zeigt sich

Am letzten Tag der viertägigen Beratungen erschien sogar Ex-Präsident Fidel Castro im Plenum. Der 89-jährige Polit-Pensionär lebt eigentlich zurückgezogen, seit er vor fast zehn Jahren krankheitsbedingt die Macht an seinen Bruder Raúl abgeben musste. Dem betagten «Máximo Líder» wird aber nach wie grosser politischer Einfluss auf der Insel beigemessen.

Parteiprogramm einstimmig angenommen

Der Parteitag unterstützte wie erwartet den Kurs der Partei- und Staatsführung einstimmig. Demnach sollen die in den vergangenen Jahren angestossenen marktwirtschaftlichen Reformen vertieft werden. Nach Worten von Staatschef Raúl Castro soll in den nächsten fünf Jahren zudem der Generationswechsel an der Spitze des Landes langsam vollzogen werden.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Sehnsucht vieler Kubaner nach einem westlichen Leben könnte Kuba ganz schnell wieder zu dem Machen, was es vor der Revolution war. Das wäre echt schade für die Region. Gleichschaltung in jeder Beziehung tut der Welt nicht gut. Diversität war und ist der Antrieb in der Entwicklung der Natur seit Anbeginn.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Sobald die beiden alten Herren diese Welt verlassen haben, wird es auch keine Kommunistische Einheitspartei mehr geben. Also nur eine Frage der Zeit.
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    1. Antwort von Bernd Kulawik (Bernd K.)
      Genau! Und dann ist der Weg frei, auch den Kubaner die Segnungen der westlichen Freiheit endlich wieder zukommen zu lassen: Mafia-geführte Hotels mit Prostitution, Wohlgenährtheit wie auf Haiti, Freiheit für alle (Drogenbarone) wie in Mexico inkl. Bandenkrieg und Korruption bis in höchste Ämter, Staatsstreich von Rechts oder Einsetzen einer Militärjunta, die an der "School of the Americas" das Foltern gelernt hat, oder einfach wieder mal Todesschwadronen … Der "american way of life" eben …
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