Kandidaten fürs Parlament Künftiger französischer Präsident sucht die Erneuerung

Macron stellt sich für Selfies seiner Fans zur Verfügung

Bildlegende: Nahe beim Volk: Emmanuel Macron Keystone

Man hat am Donnerstag von «En marche!» eine Liste mit 577 Namen erwartet. Jetzt sind es nur oder immerhin 428 Namen geworden – je 214 Frauen und 214 Männer. Es wird betont, dass 53 Prozent dieser Personen bisher kein Wahlmandat haben. Sie sind also keine Berufspolitiker, sondern Menschen, die in ihren Gemeinden und Quartieren bekannt sind und eine Rolle spielen.

Etwas mehr als die Hälfte der Kandidatinnen und Kandidaten übte noch nie ein parteipolitisches Mandat aus. Die Mehrheit engagierte sich jedoch in der sogenannten Zivilgesellschaft, in sozialen oder Menschenrechts-Organisationen.

Der Umstand, dass nur gerade fünf Prozent der Personen auf der Liste gestandene Politiker mit parlamentarischer Erfahrung sind, dürfte dem Wunsch Macrons nach Erneuerung entsprechen. Er möchte, dass die Arbeit im Parlament wieder Bürgerpolitik wird. Es entspricht aber auch dem Wunsch vieler Wähler, die den politischen Parteien misstrauen und auf neue Kräfte aus ihrer Mitte setzen.

Schon bald gilt es ernst für die Vorgeschlagenen

Dass erst 428 Namen auf der Liste stehen, hat einen einfachen Grund: Die Kommission und die Jury, die sich mit den Bewerbungen befassen musste, war vom enormen Andrang überfordert. Seit Januar gingen 19‘000 Bewerbungen ein, weitere mehrere tausend seit dem letzten Sonntag. Alle Dossiers mussten geprüft werden, und es wurden über 1500 Einzelgespräche für eine erste Auswahl geführt.

Am Samstag werden die glücklichen Ausgewählten nun zu einem ersten Ausbildungsgang eingeladen. Bis Mitte nächste Woche sollen weitere knapp 150 Kandidatinnen und Kandidaten vorgestellt werden.