Kunstfund in München: Behörden veröffentlichen Liste

Nach dem Kunstfund in München haben sich die Behörden dem öffentlichen Druck gebeugt und eine Liste der Werke veröffentlicht. Eine Taskforce soll nun Klarheit über die Herkunft der Gemälde schaffen.

In der spektakulären Sammlung, welche 2012 in einer Münchner Wohnung sichergestellt wurde, befinden sich Werke von namhaften Künstlern wie Chagall, Spitzweg und Delacroix. Insgesamt wurden mehr als 1400 Werke gefunden, 380 davon können dem zugeordnet werden, was die Nationalsozialisten als «Entartete Kunst» bezeichneten.

Die veröffentlichte Liste umfasst 25 Werke. Laut den bayrischen Behörden besteht der Verdacht, dass es sich bei den Bildern um Raubkunst der Nationalsozialisten handelt. Das Bundesland Bayern wir nun mit Hilfe der deutschen Regierung eine Taskforce zusammenstellen, welche die Herkunft der Bilder feststellen soll.

Schnelle Klärung

Was genau passiert, sollte sich der Verdacht erhärten, konnte ein Sprecher des bayrischen Justizministeriums bisher nicht sagen. Es sei aber möglich, dass einzelne Zivilprozesse zwischen dem Kunsthändlersohn – bei welchem die Bilder gefunden wurden – und allfälligen Vorbesitzern geführt werden müssen. Wichtig sei, dass nun die Herkunft der Kunstwerke so rasch wie möglich festgestellt werde.