Kurden greifen IS-Extremisten bei Kirkuk an

Rund um Kirkuk haben kurdische Kämpfer eine Offensive gegen Stellungen der IS-Terrormiliz begonnen. Die Peschmerga erhalten Luftunterstützung der Anti-IS-Allianz. IS-Kämpfer waren bis auf wenige Kilometer an die Öl-Stadt herangerückt.

Kurdische Kämpfer stehen neben einer kurdischen Fhne

Bildlegende: Seit August 2014 ist die ölreiche Stadt Kirkuk unter der Kontrolle kurdischer Kämpfer. Imago

Vor Kirkuk toben heftige Kämpfe zwischen Kurden und Kämpfern der Terrormiliz IS. Sie werden dabei unterstützt von Kampfflugzeugen der Anti-IS-Allianz unter Führung der USA.

Im lokalen Fernsehen sagte der Gouverneur von Kirkuk, Nadschmaldin Karim, mit der Offensive sollten die IS-Kämpfer aus der Umgebung der Öl-Metropole vertrieben werden.

Peschmerga auf dem Vormarsch

An mehreren Frontabschnitten westlich von Kirkuk erzielten die Peschmerga Geländegewinne. In den Gebieten Mala Abdullah und Tel Ward eroberten die Peschmerga mehrere Dörfer. Auch in Charabarut, nordwestlich von Kirkuk, sei es zu heftigen Gefechten zwischen der Peschmerga und den IS-Kämpfern gekommen, berichtete ein Informant aus der Stadt.

Die Kurden hatten die Kontrolle über Kirkuk im August übernommen, nachdem die irakische Armee der Terrormiliz IS im Norden des Irak gewichen war. Die IS-Kämpfer waren bis auf 20 Kilometer an Kirkuk herangerückt. Ende Januar hatten IS-Kämpfer kurzzeitig einige Verteidigungsstellungen der Peschmerga vor Kirkuk überrannt.

Offensive auch bei Tikrit

In der Nähe der Stadt Tikrit kommt außerdem eine Offensive der irakischen Armee Militärangaben zufolge voran. Soldaten und schiitische Milizen hätten am Sonntag das Zentrum des Ortes Al-Dur in unmittelbarer Nähe von Tikrit eingenommen, teilten Kommandeure mit. Die Rückeroberung Tikrits ist ein wichtiges Etappenziel in der bisher größten Offensive gegen die Terrormiliz IS.

Deutsche Frau stirbt

Bei Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist im Nordosten Syriens laut Aktivsten eine Deutsche in den Reihen kurdischer Einheiten getötet worden. Die 19-jährige Frau sei nordwestlich der Stadt Al-Hassaka ums Leben gekommen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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    Philipp Scholkmann