Kurden vertreiben IS aus Kobane

Nach dem Überraschungsangriff der Terrormiliz IS haben kurdische Einheiten die nordsyrische Stadt Kobane wieder komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Die Dschihadisten hatten in der Stadt zahlreiche Zivilisten getötet.

Rauchfahne über Kobane

Bildlegende: Nach heftigen Kämpfen kontrolliert die kurdische YPG-Miliz wieder die gesamte Stadt Kobane. Reuters

Kurdische Einheiten haben die nordsyrische Stadt Kobane wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Die Terrormiliz IS hatte die Ortschaft an der türkischen Grenze vor zwei Tagen überfallen.

Die Gefechte hätten aufgehört, kurdische Kämpfer durchkämmten die Viertel auf der Suche nach Dschihadisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Mehr als 170 Tote

Zuvor hatte ein Sprecher der kurdischen Einheiten noch von Kämpfen um ein Krankenhaus am Stadtrand berichtet. Dort sollen sich Extremisten verschanzt haben. Nach Angaben der Menschenrechtler waren während der Gefechte der vergangenen Tage 174 Zivilisten getötet worden.

Die IS-Miliz hatte die Ortschaft an der türkischen Grenze am Donnerstag überfallen. Erst Ende Januar hatten die Kurden Kobane nach monatelangen Kämpfen befreit. Sie erhielten dabei ausländische Militärunterstützung aus der Luft.

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