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Kurdenpräsident in Paris Macron fordert vom Irak schrittweise Auflösung aller Milizen

Legende: Video Macron trifft Kurden-Führer Barzani abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.12.2017.
  • Der französische Präsident Emmanuel Macron traf sich in Paris mit dem irakischen Kurdenpräsidenten Nechirwan Barsani.
  • Dabei hat er den Irak zur Auflösung aller Milizen aufgefordert.
  • Vor allem das vom Iran unterstützte Milizenbündnis PMF müsse schrittweise entmilitarisiert werden, sagte Macron.

Zugleich sprach sich Macron für einen «konstruktiven Dialog» zwischen der Zentralregierung in Bagdad und der kurdischen Regionalregierung im Rahmen der irakischen Verfassung aus. Macron zeigte sich überzeugt davon, dass dies zur Aufhebung der gegen die Kurden verhängten Restriktionen führen könnte.

Es war das erste hochrangige Treffen der Kurdenführung auf internationalem Parkett nach dem Unabhängigkeitsvotum am 25. September. Die Kurden hatten in dem Referendum mit grosser Mehrheit für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Bagdad gestimmt.

Allianz brach mit dem Niedergang des IS auseinander

Die irakische Regierung schickte daraufhin die Armee in die ölreiche Region, setzte Flüge nach Kurdistan aus und führte Grenzkontrollen ein. Der langjährige Kurdenpräsident Massud Barsani trat in Folge des Konflikts zurück. Sein Neffe Nechirwan Barsani bemüht sich nun um eine Verhandlungslösung.

Bis vor kurzem kämpften Peschmerga, von den USA unterstützte irakische Soldaten und pro-iranische Milizen gegen die Islamisten-Miliz Islamischer Staat (IS). Mit dem Niedergang des IS im Irak ist diese Allianz aber auseinandergebrochen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Und wieder einer aus der EU, der seine eigenen Grenzen nicht kennt !
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Lächerlich diese kleine Napoleon. Gerade haben mehrere irakische Politiker von USA verlangt Abzug alle ihre Soldaten, sonst werden sie wie Feinde angesehen. Ich glaube kaum, dass klein Macron in Baghdad findet irgendjemanden der diese Idee gut finden wird. Erst mit schiitischen Milizen ist Iraker gelungen IS zu besiegen. Und jetzt sollten Sie diese Einheiten entwaffnen?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ja, sein Europaprojekt erst einmal so ohne Merkel auf Eis gelegt, er bei seiner Innenpolitik ständig scheitert, will er wenigsten in der Aussenpolitik glänzen. Und meine, immer mehr wird offensichtlich, dass für die westlichen Allianzen der IS nur Vorwand gewesen ist, militärisch im Nahen Osten aktiv zu sein.
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