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International Lage der Flüchtlinge in Idomeni immer schlimmer

In Europa diskutieren die Politiker über die Flüchtlingskrise. Doch den in Kälte und Schlamm an der griechisch-mazedonischen Grenze Ausharrenden hilft das politische Geschacher herzlich wenig. Ihre Lage verschlechtert sich von Tag zu Tag.

Legende: Video «Notstand auf der Balkanroute» abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.03.2016.

Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze verschlimmert sich von Stunde zu Stunde. Wegen des anhaltenden Flüchtlingszustroms will der Gouverneur der griechischen Region Zentralmazedonien den Notstand ausrufen.

«Hier (am Grenzübergang Idomeni) haben wir 13'000 Menschen und weiter südlich weitere 5000 Migranten in Flüchtlingslagern», sagte Apostolos Tzitzikostas dem griechischen Nachrichtensender Skai.

Idomeni liegt an der Grenze zu Mazedonien. Der nördliche Nachbar Griechenlands hat die gemeinsame Grenze abgeriegelt und lässt täglich nur eine begrenzte Zahl an Migranten passieren. Die griechische Regierung schätzt die Zahl der im Land stecken gebliebenen Migranten auf rund 32'000.

Boden wird zu Schlamm

Das ganze Elend der gestrandeten Menschen an der griechisch-mazedonischen Grenze zeigt sich immer deutlicher. Nach kräftigen Regenfällen am Vortag verwandelte sich der Boden im provisorischen Flüchtlingslager bei Idomeni in Schlamm.

Frau sitzt mit Decke in einem Zelt.
Legende: Kälte, Regen, Ungewissheit: Die Lage ist für die Flüchtlinge im griechisch-mazedonischen Grenzgebiet dramatisch. Keystone

Zudem herrschten am Morgen Temperaturen um die vier Grad Celsius. Die Menschen seien geschwächt, sagten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen Reportern vor Ort. Hunderte Menschen litten unter Erkältungen und Atembeschwerden. Zudem sei die hygienische Situation schlimm.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat in dieser Woche bereits vor einer drohenden humanitären Katastrophe in Griechenland gewarnt. Vertreter von Hilfsorganisationen informierten die Migranten, dass sie in besser organisierten Aufnahmelagern südlich der Grenze untergebracht werden könnten. Die meisten Menschen weigerten sich aber umzuziehen.

Tsipras besteht auf Verteilung innerhalb der EU

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras und die Vorsitzenden der wichtigsten griechischen Parteien hatten sich am Freitag auf jene Positionen geeinigt, die Tsipras beim EU-Türkei-Gipfel am Montag in Brüssel vertreten soll.

Demnach will der griechische Ministerpräsident die Bildung einer europäischen Küstenwache fordern, deren Sitz in Griechenland sein soll. Zudem werde Tsipras die Einhaltung der bislang getroffenen Entscheidungen fordern, wie beispielsweise die Rückführung von Migranten ohne Asylanspruch in deren Herkunftsländer.

Tsipras will weiterhin darauf bestehen, dass Flüchtlinge auf alle EU-Staaten verteilt werden. EU-Mitgliedsstaaten, die Beschlüsse nicht einhielten, sollen Strafen erhalten.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Würden nur die Menschen aus Kriegsgebieten, nicht ganz Syrien ist ein Kriegsgebiet, zu uns kommen, wäre das kein Problem. Es kommen aber nach wie vor Einwanderer aus 40 Staaten, also Wirtschaftsflüchtlinge Punkt.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Edi Steinlin, der deutsche Philiosoph Richard David Precht, hat in einem You-Toube-Video so ziemlich genau aufgezeigt, wo und was das Problem ist. - Zu hoffen bleibt, dass sich seine Erkenntnisse allmählich durchsetzen und gehört und beherzigt werden.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Solange der Westen (EU und Obama) nicht das bekommt was er will, wird der Westen verhindern, dass Russland und Assad in Syrien wieder Ordnung schaffen. Ich glaube deshalb, dass die Flüchtlinge nicht wegen uns leiden, sondern wegen den westlichen Regierungen, die nicht wollen, dass in Syrien weiterhin die gegenwärtige Regierung herrscht, denn die bringt zu wenig Geld in die Kassen des Westens. Der Westen will diesen Ländern seine "Lebensform" aufzwingen. Wir sollten damit aufhören.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich habe gestern gehört, dass es heute auf der Balkanroute und besonders in Griechenland bis 20 Grad warm wird. Es ist doch einfach zum heulen "diese Lügenpresse" und "Tränendrüsendrückerei". Es scheint, dass die Welt nur noch durch Politiker wie Donald Trump zurück zur Vernunft kommen kann. Dies, da er der einzige auf der Welt ist, der sich eben anders verhält als alle anderen.
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Fortsetzung: Natürlich tun die Flüchtlinge mir sehr leid, es gibt wohl in der Welt nicht viele Menschen denen das nicht leid tut. Die Menschen sollen es in Griechenland gut haben, aber wir müssen unsere Regierungen auch dazu zwingen, dass man in Syrien den Krieg beendet, damit diese Flüchtlinge wieder zurückkehren können. Die können das wieder aufbauen, denn Europas Städte waren auch so zerbombt und heute sieht es anders aus. Eine Schande, dass zuerst alles zerstört wird!
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