Zum Inhalt springen

Landtagswahl in Tirol ÖVP bleibt auf Erfolgskurs

Legende: Video ÖVP gewinnt Wahl in Tirol abspielen. Laufzeit 1:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.02.2018.
  • Bei der Landtagswahl im österreichischen Bundesland Tirol legt die konservative ÖVP laut vorläufigem Endergebnis deutlich um 4,9 Punkte auf 44,3 Prozent zu.
  • Am stärksten gewinnt die rechte FPÖ mit einem Plus von 6,2 Punkten. Sie kommt neu auf 15,5 Prozent.
  • Die Sozialdemokraten erreichen 17,3 Prozent (plus 3,5 Punkte). Die Grünen verlieren rund zwei Prozentpunkte und kommen auf 10,7 Prozent.

Das konservativ geprägte Bundesland dürfte damit weiter von Landeshauptmann Günther Platter geführt werden. Der 63-Jährige regierte bisher in einer Koalition mit den Grünen. Die Grünen verloren zwar rund zwei Prozentpunkte, stemmten sich damit aber einigermassen erfolgreich gegen den Abwärtstrend.

Als künftige Koalitionspartner für die ÖVP kommen auch die SPÖ und die FPÖ infrage. Die Sozialdemokraten kommen laut Hochrechnungen auf 17,3 Prozent. Die FPÖ legt mit einem Plus von 6,2 Punkten auf 15,5 Prozent am deutlichsten zu. Die Liste Fritz hat 5,5 Prozent der Stimmen erhalten. Die liberalen Neos kommen auf 5,2 Prozent. Sechs Parteien, die 2013 zusammen fast 20 Prozent hatten, waren dieses Mal nicht mehr angetreten.

Günther Platter mit Mikrofon in der Hand.
Legende: Die ÖVP von Landeshauptmann Günther Platter siegt im österreichischen Bundesland Tirol deutlich. Keystone

Dritter Sieg in Folge für ÖVP

Wesentliches Wahlkampfthema war die Beschränkung des Schwerlastverkehrs. In Richtung Brenner und Italien durchqueren täglich Tausende Lastwagen Tirol.

Legende: Video Peter Balzli ordnet das Ergebnis ein abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.02.2018.

Nach dem Gewinn der Nationalratswahl im Oktober 2017 und der Landtagswahl in Niederösterreich ist der Wahlausgang in Tirol der dritte deutliche Sieg der ÖVP in Folge. Nächstes Wochenende wird in Kärnten gewählt. Dort hat Ministerpräsident Peter Kaiser (SPÖ) laut Umfragen beste Chancen, für die Sozialdemokraten einen Sieg einzufahren.

Einschätzung von SRF-Korrespondent Peter Balzli

Für Bundeskanzler Sebastian Kurz und seine Regierung ist das Tiroler Ergebnis eine gute Nachricht. Andernorts werden Regionalwahlen oft dazu benutzt, der Regierung einen Denkzettel zu verpassen – nicht so derzeit in Österreich, nicht so heute in Tirol. Am stärksten zugelegt haben die beiden Parteien, die auch in Wien in der Bundesregierung sitzen. Das zeigt: In der österreichischen Politik weht der Wind derzeit ganz klar von rechts.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Das Problem mit den Rechtsparteien ist, sie schaffen immer den herrschenden Eliten zu. Zwar geben sie sich volksnah, jemand muss sie ja wählen und legitimieren, aber die Marschrichtung ist nach oben und da ist meistens kein Otto Normalo, sondern eben die paar ewigen, halt immer gleichen Verdächtigen, die Herrenclubs mit eventuellen Alibifrauen. Letztere oft kernig oder aufopferungsvoll für die Sache einstehend, wo aber sie eigentlich, eigentlich fast nie mitgemeint sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      Guter Beitrag. Kann ich alles unterschreiben. Bis auf das 5. Wort. Dort müsste Linksparteien stehen. Dann passt es perfekt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Linksparteien, ja woran haben Sie denn gedacht Herr Lobermann?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      Na eben Linksparteien wie es auch Rechtsparteien gibt. Und in Ihrer guten Aufzählung sollte es eben um die Linksparteien gehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Es gibt bei den grossen Parteien eigentlich keine Linksparteien mehr, die diesen Namen verdienen. Darum meine Frage, da das Profil auf etwas passen soll, dass es so nicht gibt .....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      Ok äxgüsi. Jetzt verstehe ich was Sie meinen. Ja früher waren die Linken Parteien wie SPö oder die Grünen noch wahre linke Parteien und tatsächlich für das Wohl der -auch- Armen. Nun wirtschaften sie nur noch für sich selber für ihre reichen Mitglieder. Wollen immer mehr Steuern für ihre Verwaltung und Spesen und eben alles was Sie geschrieben haben. Nur das 5. Wort war falsch und es müsste Linksparteien stehen. Alles richtig.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es waren etwa 20 Prozent an Wählerstimmen auf dem Markt in Tirol, inklusive Team Stronach und zwei ÖVP-Abspaltungen. Das Plus der ÖVP war daher lediglich eine Rückkehr zum Normalzustand.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wäre die FPOe statt "Wahlsiegerin" eine Verliererpartei geworden, dürfen wir uns den fettgedruckten Titel zum Thema gar nicht vorstellen! Jetzt aber spürt man förmlich den Frust bei den Medienschaffenden: "Die "verdammte" Rechts-Partei FPOe hat schon wieder viele Prozentpunkte an Wählerstimmen zugelegt!" Im Bericht wird kein Wort zum Sieg der FPOe (warum, etc.) geschrieben, die jetzt auch im Bundesland Tirol zu legtel Dafür die Annahme dass die SPOe nächste Woche in Kärnten gewinnen werde!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Häberlin (Svensk)
      Ich weiss gar nicht, was Sie haben. Im Artikel wird zweimal erwähnt, dass die FPÖ in Tirol am meisten Stimmenanteile dazugewinnen konnte. Auch über die anderen Parteien wird ausgewogen berichtet. Das Hauptinteresse bei der Tiroler Landtagswahl war übrigens weniger das Abschneiden der FPÖ, sondern vielmehr die Frage, ob Schwarz-Grün weiterregieren kann. Und was die Vorschau auf die Kärntner Landtagswahl betrifft: Die basiert auf Umfragen und nicht auf der persönlichen Annahme der Redaktoren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Roman Loser (Jessica)
      Ja wenn sich am nächsten Sonntag nichts ändert wird sich auch in naher Zukunft bei der "ausgewogenen" Berichterstattung nichts ändern!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      Wozu die Aufregung, Herr Bolliger - Aerger ist überflüssig: Im Artikel wird einfach festgehalten, dass (auch) die FPÖ gewonnen hat, und zwar am deutlichsten. Von einem "Frust der Medienschaffenden" ist da nichts zu spüren. Hingegen merkt man in Ihrem Kommentar Ihren eigenen Frust an der Welt. Eine etwas nüchternere Betrachtungsweise würde guttun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von kurt trionfini (kt)
      Herr Bolliger: Einige Ihrer Kommentare sind bei mir wie "hängen geblieben": Einsprachen Abstimmung Kantonszugehörigkeit Moutier; Mordfall Medienanwalt Basel Land. Vielleicht mögen Sie sich daran erinnern- umso besser.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      Richtig Herr Bolliger. Zudem wird nirgends erwähnt, auch im österreichischen Staatsfernsehen ORF nicht, dass Abspaltungsparteien der SPö nicht mehr angetreten sind. Somit die Zugwinne für die SPö zu erwarten waren..Im Gegenteil die Zugewinne dann sehr mässig sind. Das ORF fand bei allen Parteien nur das Positive, nur bei der FPö nicht "Platz 2 verpasst etc." Eine Aufnahme beim Spitzenkandidat wurde mittendrin abgewürgt und seine Aussage so verfälscht. Einer der vielen Skandale von ORF
      Ablehnen den Kommentar ablehnen