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Landtagswahlen Österreich FPÖ-Kandidat im Nazi-Strudel

Dem niederösterreichischen FPÖ-Kandidaten Landbauer wird seine Mitgliedschaft in der Burschenschaft Germania zum Verhängnis.

Legende: Video Österreich will «Germania» auflösen abspielen. Laufzeit 1:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.01.2018.

Nach der Landtagswahl vom Wochenende steht die konservative ÖVP nach wie vor mit absoluter Mehrheit da. Doch auch die sozialdemokratische SPÖ und die nationalkonservative FPÖ konnten zulegen. Aufgrund des Proporzsystems in Niederösterreich, steht nun auch der FPÖ ein Sitz in der Landesregierung zu. Wer diesen erhält, wird alleine von der FPÖ-Spitze bestimmt.

Gegen den Spitzenkandidaten der Partei regt sich jetzt jedoch Widerstand. Landeshauptfrau und Spitzenkandidatin der ÖVP, Johanna Mikl-Leitner, schloss eine Zusammenarbeit mit Udo Landbauer kategorisch aus. Rückhalt gibt es für sie von ganz oben: Österreichs Bundeskanzler Kurz (ÖVP) stellte sich hinter seine Parteifreundin und gegen den Koalitionspartner FPÖ.

Zweifelhafte Burschenschaft

Grund für die Absage ist die Mitgliedschaft Landbauers in der Studentenverbindung Germania, deren Vizevorsteher er war. Dieser werden seit Längerem NS-Sympathien nachgesagt. Kürzlich veröffentlichten österreichische Medien ein Liederbuch der Germania, das antisemitische und hetzerische Texte enthielt Landbauer bestreitet, die fraglichen Lieder gekannt oder gesungen zu haben.

Nun spricht sich auch die Bundesregierung für die Auflösung der Germania aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen einige Mitglieder. Für die FPÖ sind dies jedoch keine Gründe, politische Konsquenzen zu ziehen. FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache steht weiter hinter Landbauer. Ob und wie er Teil der Landesregierung wird, wird sich zeigen. Mikl-Leitner kann ihn nicht ausschliessen, jedoch hat sie die Möglichkeit, ihm kein Dossier zu übergeben.

51 Kommentare

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  • Kommentar von Davood Farshi (dfh548@gmail.com)
    Ein Halb-Secondo mit Migrationshintergrund aus mittleren Osten ist Vorstandsmitglied eines Vereins, der sich über die Vergasung von Menschen lustig macht!!! Da hat die Integration bestimmt versagt im Gegensatz zudem, was er immer versucht über seine iranische Mutter zu behaupten!!!!!!
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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    Die Presse glaubt einen Skandal aufgedeckt zu haben und schiesst scharf. Zweifelhaft, dass sie die richtigen treffen. Nicht nur FPÖ sondern auch SPÖ sind Mitglieder in Bruderschaften (Studentenverbindungen). Ob nun eine solche Mitgliedschaft alleine darauf schliessen lässt, dass alle Mitglieder Nazis sind? Vermutlich nicht. Aber eine Schlagzeile ist es wert. Wer kennt schon jedes Lied im Gesangsbuch? Entscheidend ist doch, ob es auch gesungen wurde. Das war nicht der Fall. Viel Rauch um nichts.
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    1. Antwort von Davood Farshi (dfh548@gmail.com)
      Er ist nicht nur "ein" Mitglied sondern der Vorstandsmitglied und nicht nur in einer Bruderschaft sondern in der Burschenschaft, die sich nicht von solchen absurden Ideologien abgrenzen möchte. Sich über die Vergasung von Menschen lustig zu machen, hat keinen Platz in einer Demokratie!
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Es gibt ein bemerkenswerte Wendung dieser Affäre. Wie sich nun herausgestellt hat, sind nicht nur FPÖ-Leute davon betroffen, sondern auch mindestens ein Mitglied der sozialistischen SPÖ. Die Staatsanwaltschaft hat vier Personen identifiziert, gegen die sie im Zusammenhang mit dem Germanen-Liederbuch ermittelt; der in Frage kommende Tatbestand heißt „nationalsozialistische Wiederbetätigung“.Zumindest einer von ihnen, der das Büchlein illustriert haben soll, ist "Sozialdemokrat.Quelle Heute FAZ
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    1. Antwort von Michael Räumelt (Monte Verita)
      ....demnach gibt es also nicht nur rote sondern auch "braune Sozialisten"!
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Es gibt zwei wesentliche Unterschiede: Erstens ist bei der SPOe nicht ein Drittel des Vorstandes Mitglied bei Burschenschaften und zweitens wurde der Betreffende innerhalb eines Tages nach Bekanntwerden von der Partei ausgeschlossen, weil solches Gedankengut keinen Platz hat in der Partei. Die FPOe hat noch keinen der Betroffenen ausgeschlossen und will das nicht einmal diskutieren. Das Nazi-Gedankengut wird also in der FPOe toleriert, in der SPOe nicht.
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    3. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      Nein die gravierende Unterschiede sind, dass die Staatsanwaltschaft gegen die beiden Herren aus der SPö ermitteln. Hingegen gegen keinen einzigen aus der FPÖ ermittelt wird. Ich lehne dennoch Pauschalisierungen gegen die SPö ab. Finde es aber unglaublich wie HPM dann eine Pauschalisierung gegend ie FPÖ macht. Und der Ausschluss ist dann wohl auch logisch, wenn wie erwähnt die Staatsanwaltschaft ermittelt und eine Person Aktuell in Haft ist.
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    4. Antwort von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
      "demnach gibt es also nicht nur rote sondern auch "braune Sozialisten"!" Richtig Herr Räumelt. Es gibt im "Der Standart" eine seriöse Tageszeitung genau darüber ein Bericht wie Braun die Sozialisten sind. NACH der Wahl in Niederösterreich wurde ja bekannt wie 2 von der SPö von der Staatsanwaltschaft verfolgt wird, Ermittlungen laufen. Es sind gravierende Fälle. Der eine war direkt am Liedtext beteiligt, der andere hatte im Keller Nazi-Material. Die SPö sollte bei sich krititscher hinsehen.
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    5. Antwort von Michael Räumelt (Monte Verita)
      Müller, Landbauer hat alle seine politischen Funktionen niedergelegt.Jetzt wurde bekannt, dass ebenfalls kurz vor der Wahl ein SPÖ-Politiker verhaftet wurde, weil der Verdacht auf sexuellen Missbrauch seiner Enkelkinder besteht. Dabei entdeckte die Polizei auch Nazidevotionalien und Waffen, für die er keinen Waffenschein vorweisen konnte. Ein roter Staatsanwalt schien dabei geholfen zu haben, die Causa zu vertuschen, und auch die SPÖ hat mitgewirkt.
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    6. Antwort von Peter Wolf (PeterWolf)
      Richtig Michael Räumelt. Obschon gegen Herr Landbauer nicht ermittelt wurde, legte er sämtliche politischen Ämter nieder. Somit hat sich das " Das Nazi-Gedankengut wird also in der FPOe toleriert, in der SPOe nicht." als dreiste Unwahrheit überführt.Gegen beide von der SP ermittelt die Justiz. Wie richtig erwähnt wegen Missbrauchsverdacht an den eigenen Kindern+ weil Nazidevotionalien und Waffen gefunden wurde. Und der vergleicht die Fälle noch. Der Skandal ist die Veröffentlichung NACH der Wahl
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    7. Antwort von Michael Räumelt (Monte Verita)
      Lobermann,man Beachte!!. 1931 schrieb Goebbels in “Der Angriff”, der Gauzeitung der Berliner NSDAP: "Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. In seinem Buch „Der Nazi-Sozi“ aus dem Jahre 1932 finden sich weitere entlarvende Formulierungen:„Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.“Wir werden den bürgerlichen Klassenstaat zertrümmern“ Quelle:Fünf Minuten Rechtskunde mit Henryk M. Broder“ (Jude)
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    8. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Räumelt, was Sie hier versuchen zu verbreiten ist Geschichtsklitterung. Die Herkunft des Herrn Broder spielt keine Rolle, weil es dabei nicht um Ansicht, sondern um Historische Fakten geht, die er ganz aktiv verfälscht. Das Wort Sozialismus im Parteiname der NSDAP war ein Werbetrick und hatte mit den Politischen Inhalten nichts zu tun. Dies wurde durch politisch unabhängige Historiker mehrfach bewiesen.
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