Zum Inhalt springen

Steinmeier ist Bundespräsident «Lasst uns mutig sein»

Legende: Video Steinmeier ist neuer deutscher Bundespräsident abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland hat einen neuen Bundespräsidenten: Frank-Walter Steinmeier.
  • Die Bundesversammlung – ein Gremium, das nur zur Wahl eines Staatsoberhauptes zusammentritt – wählte den früheren Aussenminister im ersten Wahlgang.

Steinmeier wurde mit 931 von 1239 gültigen Stimmen der Bundesversammlung gewählt. Der 61-jährige war der gemeinsame Kandidat der grossen Koalition und galt somit schon von vorneherein als klarer Favorit.

Staatsoberhaupt in «schwierigen Zeiten»

Die anderen Bewerber – der Armutsforscher Christoph Butterwegge als Linken-Kandidat, AfD-Vize Albrecht Glaser, der Jurist Alexander Hold (Kandidat für die Freien Wähler) und Engelbert Sonneborn (Kandidat Die Partei) – blieben erwartungsgemäss chancenlos.

«Ich bin überzeugt, er wird ein hervorragender Bundespräsident sein», sagte Regierungschefin Angela Merkel nach der Wahl im Reichstag. Er werde Staatsoberhaupt in «schwierigen Zeiten». Sie traue Steinmeier zu, «dass er unser Land sehr gut begleiten wird», so Merkel. Steinmeier habe «in schwierigen Situationen immer Fingerspitzengefühl» bewiesen. Diese Eigenschaft werde ihm auch im neuen Amt «sicher sehr gut helfen».

«Vernunft, Versöhnung, Frieden»

Steinmeier selbst rief die Deutschen in einer kurzen Rede nach der Wahl zu mehr Zuversicht auf. «Lasst uns mutig sein. Dann jedenfalls ist mir um die Zukunft nicht bange.» Die Erwartungen an Deutschland als stabile Demokratie seien in aller Welt hoch. «Wenn dieses Fundament anderswo wackelt, dann müssen wir umso fester zu diesem Fundament stehen.»

Es sei in Deutschland nicht alles gut, aber gerade die Bundesrepublik habe nach 1945 gezeigt, dass vieles besser werden könne. Das Land stehe für Vernunft, Versöhnung, Frieden und ein geeintes Europas.

Dies müsse unbedingt verteidigt werden.
Steinmeier war zuvor von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt worden. Er war der gemeinsame Kandidat von SPD und Union.

Gauck noch bis Mitte März im Amt

Steinmeier tritt die Nachfolge von Joachim Gauck an. Der 77-Jährige hatte nach fünf Jahren nicht wieder kandidiert. Er bleibt noch bis zum 18. März dieses Jahres im Amt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

30 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    "Lasst uns mutig sein!" (Zitat des neuen Bundespräsidenten). Ob die arbeitenden und steuerzahlenden Bürger(innen) das auch so sehen, werden die baldigen Neu-Wahlen zeigen. Ist das mutig, wenn immer mehr verdientes Geld für die Völkerwanderung und folgliche Plünderung der Sozialkassen, verteilt wird?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Ich hoffe er ist mutig genug von seinen Fehlern 2014 in der Ukraine zu lernen.Da hat er seine Unschuld verloren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    F. W. Steinmeier wird ein guter Präsident. Er besitzt politische Erfahrung und Professionalität. Und F. W. Steinmeier läutet jetzt A. Merkels Abgang ein bzw. macht ihn sichtbar. Nicht einmal einen eigenen Kandidaten hat die CDU mehr auf die Reihe gekriegt. Es hat sich ausgemerkelt. Unabhängig davon: natürlich verkommt diese Wahl zu einem Show-Event. Es wäre aber ein leichtes, die Verfassung derart zu ändern, dass das Volk gefragt wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Roland Gadient (Roland Gadient)
      Auch die Träumer sollen an das Gute dieses Mannes glsuben, ich habre mit der Person meine Mühe war er doch die Hauptfigur beim Staatsstreich in der Ukraine und was dann noch folgte. So einer ist nun der Höchste in Deutschland, wehe wenn einer im Osten das Gleiche machen würde, ich höre schon den Nainstream.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen