Zum Inhalt springen

Attentat in Jerusalem Lastwagen rast in Gruppe von Soldaten

Mit voller Wucht lenkt ein palästinensischer Attentäter seinen Lastwagen in eine Gruppe wartender Soldaten.

Legende: Video Anschlag in Jerusalem abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.01.2017.
  • Bei einem Anschlag mit einem Lastwagen im Ostteil Jerusalems sind mindestens fünfzehn Menschen verletzt worden. Vier Menschen starben, der Attentäter wurde von der Polizei ausser Gefecht gesetzt.
  • Der Palästinenser sei in dem Stadtteil Armon Hanaziv in eine Gruppe von israelischen Soldaten gefahren, die gerade aus einem Autobus gestiegen waren, teilte eine Polizeisprecherin mit. Sie bezeichnete den Vorfall als terroristischen Anschlag.
  • Im Stadtteil Armon Hanaziv, der 1967 von Israel erobert worden war, war es seit Beginn der neuen Gewaltwelle im Herbst 2015 immer wieder zu Anschlägen gekommen.
  • Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte den Anschlag als «grausam und tragisch.» Zudem machte er mehr Angaben zum Lastwagenfahrer: «Wir kennen die Identität des Attentäters und nach allen Anzeichen handelt es sich um einen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat

Der Anschlagsort im Stadtteil Armon Hanaziv ist ein beliebter Ausflugsort, weil er einen spektakulären Blick über die Jerusalemer Altstadt bietet. Die Armeeangehörigen seien aus einem Bus ausgestiegen, um sich an den Aussichtspunkt zu begeben, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld über den Hergang der Tat. Plötzlich sei der Lastwagenfahrer auf die Gruppe zugerast.

Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie der Lastwagen wenig später nochmals in die Gruppe zurückfährt, um weitere Menschen zu treffen. Die Armee teilte mit, ein Soldat habe auf den Fahrer geschossen, als er gemerkt habe, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Der Attentäter wurde dabei getötet.

Parallelen zu Nizza und Berlin

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem «grausamen und tragischen Terroranschlag». Die Identität des Attentäters sei den Behörden bekannt. Alles weise darauf hin, dass es sich um einen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat handle, sagte Netanjahu bei einem Besuch am Ort des Anschlags.

Netanjahu sieht mögliche Parallelen zwischen dem Lastwagen-Anschlag und ähnlichen Attacken in Europa, etwa in Nizza und Berlin. Israel werde nun eine Reihe von Schritten unternehmen, «um sicherzustellen, dass solche Vorfälle sich nicht wiederholen», sagte Netanjahu.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Wie soll es dort jemals Frieden geben wenn hier Verbal gegen jeden anders denkenden Krieg geführt wird.... Kommt mir vor wie SRF Arena, weiterhin viel spass bei euren nutzlosen Kriegs spielchen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von U. Fröhlich (uF)
    Ein klarer Terrorakt.Komisch, dass dieser Artikel schon nicht mehr auf der Titelseite ist. Nach F und D waren die news die nächsten Tage voll der schlimmen Ereignisse.Aha, Israelis sind ermordet worden. Ist dies nicht gleich schrecklich oder gibt es da andere Massstäbe? Dass im Gazastreifen, in den PA Gebieten und in O- Jerusalem gefeiert wurde mit Süssigkeiten, dass dieser "Anschlag" geglückt ist. Dass der Terrorist als Held gefeiert wird - warum wird dies nicht erwähnt und darüber geschrieben?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Auch wenn es Vielen im Hals stecken bleibt: das Problem ist nur religiös begründet. Wenn man all die biblischen Prophezeiungen die bereits erfüllt sind anschaut (Zerstreuung des Volkes in alle Winde, dann fast vollständige Vernichtung, dann Staatsgründung, dann Rückkehr aus aller Welt, dann Belagerung von allen Seiten), dann muss man zugeben, dass es hier um mehr geht als nur um "Besatzungsprobleme". Das Treiben der Moslems ist nichts anderes als Neid und blinder Hass auf Gottes erwähltes Volk.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Sie sagen es - genau so ist es!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen