Lastwagenfahrer blockieren Autobahnen in Frankreich

Mehrere Tausend Lastwagenfahrer haben in Frankreich Autobahnen und Landstrassen gesperrt – aus Protest gegen eine geplante Öko-Schwerverkehrsabgabe.

Der Protest gegen die Steuerbelastung der Regierung des sozialistischen Präsidenten François Hollande reisst nicht ab. Nach den Kundgebungen in der Bretagne haben jetzt Lastwagenfahrer in ganz Frankreich den Verkehr behindert.

Nach Angaben des Innenministeriums waren im ganzen Land über 2000 Lastwagen an der Aktion beteiligt, in und um Paris seien es etwa 230 gewesen. Transportgewerkschaften zählten bis zu 4000 Fahrzeuge im ganzen Land.

Vor allem regionale Transportunternehmen betroffen

Die Demonstranten forderten die völlige Abschaffung der Maut. Lange Kolonnen von Lastwagen zogen mit blinkenden Warnleuchten und unter Hupkonzerten zu einem Sammlungspunkt bei Paris. «Wir sind keine Schafe» und «Weg mit der Maut» stand auf Plakaten zu lesen. Besonders betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaften die kleinen und mittleren Transportunternehmen.

Die Ökomaut sei für internationale Transporte gut konzipiert, aber sehr schlecht für regionale Transporte, sagte ein Transportunternehmer mit 200 Lastwagen und 350 Angestellten.

Auf unbestimmte Zeit verschoben

Der Protest konzentrierte sich auf die Region um Paris, betroffen waren auch andere Städte wie Toulouse, Bordeaux, Rouen und Lille. In den frühen Morgenstunden wurde in Nordfrankreich eine Maut-Säule in Brand gesteckt.

Ursprünglich sollte die «Ecotaxe» von 2014 an für alle in- und ausländischen Lastwagen gelten, die auf National- und Landstrassen unterwegs sind. Die Regierung hat jetzt ihre Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben.