Schlacht um Rakka angekündigt Letzte grosse IS-Hochburg soll fallen

Zu sehen eine Ruine in Rakka.

Bildlegende: Seit der Eroberung durch den IS ist Rakka regelmässig Ziel von Luftangriffen – unter anderem durch die US-Koalition. Reuters

  • Die Schlacht um die syrische IS-Hochburg Al-Rakka werde «in den kommenden Tagen» beginnen. Die Stadt sei umzingelt, sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian.
  • Rakka gilt als Hauptstadt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Sie ist die grösste Stadt, die noch weitgehend unter der Kontrolle der Islamisten ist.

«Heute kann man sagen, dass Rakka eingekreist ist und die Schlacht in den kommenden Tagen beginnen wird», sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian im französischen Fernsehen.

Ein von Kurden angeführtes Bündnis hatte Anfang März die Hauptverbindungsstrasse von Rakka zur zweiten wichtigen IS-Hochburg in Syrien, Dair as-Saur, unterbrochen. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten die Offensive auf Al-Rakka im vergangenen November begonnen.

USA hilft mit Luftangriffen

Die von den USA angeführte internationale Koalition unterstützt die Attacke mit Luftangriffen. Auch Frankreich fliegt Angriffe auf IS-Stellungen in Syrien und im Irak, zudem unterstützt die französische Artillerie die irakischen Streitkräfte beim Kampf um die Stadt Mossul.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Staffan de Mistura: Unermüdlicher Einsatz für den Frieden

    Aus 10vor10 vom 22.3.2017

    In Syrien tobt nach wie vor der Krieg. Ein Frieden ist nicht in Sicht, doch der UNO-Sonderbeauftragte für Syrien gibt nicht auf: Seit zweieinhalb Jahren ist Staffan de Mistura oberster Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Für morgen hat er neue Friedensgespräche angesetzt.

  • Staffan de Mistura, UNO-Gesandter für Syrien an der 4. Friedenskonferenz für Syrien in Genf.

    Neue Syrien-Friedensgespräche in Genf

    Aus Echo der Zeit vom 23.2.2017

    Fast ein Jahr lang ging der Krieg in Syrien mit seinen vielen Opfern weiter, ohne dass über eine Lösung des Konfliktes verhandelt wurde. Am Donnerstag begann in Genf unter der Leitung der UNO ein neuer Anlauf. Der Abgang von Diktator Assad ist erstmals so gut wie kein Thema mehr.

    Fredy Gsteiger