Liberia in Aufruhr wegen neuer Ebola-Fälle

Das westafrikanische Land hat seine Grenzen zum Nachbarstaat Guinea geschlossen. Dort sind erneut Menschen an Ebola erkrankt. Fast 1000 Personen stehen unter Beobachtung.

Wandmalerei mit Aufschrift «Ebola is real»

Bildlegende: Eine Wandmalerei, die während der Ebola-Epidemie 2014 in der liberianischen Hauptstadt Monrovia angebracht wurde. Reuters

Nach dem Auftreten neuer Ebola-Fälle in Guinea hat Liberia die Grenzen zu seinem Nachbarstaat geschlossen. Zusätzliche Soldaten, Polizisten und medizinische Fachleute seien in die Orte entlang der Grenze gesendet worden, sagte Informationsminister Lenn Eugene Nangbe der Deutschen Presse-Agentur.

Es handele sich um eine rein vorbeugende Massnahme, um ein Übergreifen der Seuche auf Liberia zu verhindern, betonte er. Die Grenze werde daher bis auf weiteres geschlossen bleiben.

Grenze bis auf weiteres geschlossen

Die Behörden in Guinea erklärten unterdessen, dass in der südlichen Region Nzérékoré 997 Menschen unter Beobachtung stünden. Sie hatten demnach Kontakt zu einer der fünf jüngst verstorbenen Personen. Bei zwei Toten wurde eine Ebola-Infektion bereits posthum bestätigt, bei den übrigen besteht bislang nur ein Verdacht.

Guinea war am 29. Dezember von der WHO offiziell für Ebola-frei erklärt worden. Der bislang verheerendste Ebola-Ausbruch begann Ende 2013 in Guinea. Dort und in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia fielen dem Virus seither mehr als 11'300 Menschen zum Opfer.