Zum Inhalt springen
Inhalt

Holocaust in Frankreich Macron und Netanjahu erinnern an Massendeportation

Legende: Video Benjamin Netanjahu bei Gedenkveranstaltung in Paris abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.07.2017.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die Einladung von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zu der Gedenkveranstaltung in Paris als «eine sehr, sehr starke Geste». Das gemeinsame Gedenken zeuge von der «alten und tiefen Freundschaft zwischen Frankreich und Israel».

Macron und Netanjahu gedachten der jüdischen Opfer in der Nähe des früheren Pariser Radrennstadions Vélodrome d'Hiver. Dort hatten französische Polizisten im Juli 1942 etwa 13'000 Juden zusammengetrieben. Fast alle der anschliessend deportierten Juden wurden in den NS-Vernichtungslagern ermordet.

Macron sieht Frankreich in der Verantwortung

Erst 1995 bekannte sich der damalige Präsident Jacques Chirac zu der «unauslöschlichen Schuld» Frankreichs. Im vergangenen April sorgte die Rechtspopulistin Marine Le Pen mit der Aussage für Empörung, Frankreich sei «nicht verantwortlich» für die als «Rafle du Vel d'Hiv» bekanntgewordene Massenfestnahme.

Macron wiedersprach dieser Behauptung am Sonntag ausdrücklich. «Es war sehr wohl Frankreich», das vor 75 Jahren die Deportation tausender Juden auf seinem Staatsgebiet organisiert habe. «Nicht ein einziger Deutscher» habe sich an der Grossrazzia beteiligt.

Benjamin Netanjahu und Emmanuel Macron legten bei der Veranstaltung zum 75. Jahrestag der «Razzia vom Vél d'Hiv» an der Pariser Gedenkstätte Blumen ab.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Magdalena Glaus (Bhabiana)
    Sie sagen es, Herr Morgenthaler, eine ziellose, harmlose kleine Rakete, die dann vielleicht zufälligerweise einen Kindergarten trifft, jedoch völlig ungefährlich, da ja selbstgebastelt, ist! Und die Menschen in Grenznähe zu Gaza rennen nicht in panischer Angst in ihre Bunker, da es sich ja bloss um eine kleine 1. August Rakete handelt, die man nicht zu beachten braucht! Ihr Kommentar zeugt von grosser Unwissenheit und Einseitigkeit!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      @M.G. Meinen Sie die Menschen in Gaza selbst rennen nicht auch in panischer Angst in ihre Bunker, so sie denn welche haben, wenn die Israeli wieder mal tonnenweise Bomben und Artilleriegeschosse werfen? Vergleicht man die Opferzahlen und die Zerstörungen beider Seiten, dann ist rasch klar wer dort grausamer wütet. Aber eben, für manche Leute hier handelt es sich bei den Palästinensern halt "nur" um Araber.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Magdalena Glaus (Bhabiana)
      Ja die Menschen in Gaza rennen auch! Müssten sie aber nicht, wenn nicht die Hamas immer wieder Angriffe provozieren würde! Bunker könnten sie haben, wenn nicht die Hamas Geld und Material lieber in den Bau von Angriffstunnel etc. investieren würden (für deren Bau leider oft auch Kinder eingesetzt werden, unter Lebensgefahr)! Und ich habe mit keinem Wort gesagt, dass P. für mich Menschen zweiter Klasse wären! Aber ich kenne die Situation vor Ort und eben nicht nur aus den Medien...!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      @M.G. Die Palästinenser sollen also bloss zusehen wie ihnen Hektar um Hektar weggestohlen wird, so wie es seit Jahrzehnten geschieht? Ich habe Verständnis wenn ihnen dann der Kragen platzt und sich dagegen zur Wehr setzen, Sie Frau Glaus nennen das "provozieren". Was glauben Sie wie wir Schweizer reagieren täten, wenn Fremde bei uns ständig Landstück um Landstück wegnähmen? Ich glaube ich würde dann auch Raketen basteln.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Wieso wird hier über Gaza und Israel diskutiert? Hier geht es um die Verantwortung die Frankreich, und übrigens auch die Schweiz trägt, weil beide Länder in der Judenfrage willfährige Helfer der deutschen Nazis waren. Es ist natürlich leichter, darüber zu diskutieren ob jetzt die Israeli oder die Palästinenser "die Bösen" seien, als sich selber an der Nase zu nehmen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    Monsieur Le Président Macron lässt auch wirklich keine Gelegenheit aus, sich in grossspuriger Manier als Meister der Symbolik und grosser Gesten in Szene zu setzen. Gedenken an den Holocaust ist ohne Wenn und Aber berechtigt, aber wer gedenkt eigentlich der 16 Mio. Opfer des kommunistischen Gewaltregimes zu Sowjetzeiten, den 2 Mio. Ermordeten in Kambodscha oder der Opfer der Massaker von Sabra und Schatila unter den Augen der Israelis?? Die Liste der Ermordeten liesse sich beliebig verlängern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Anlehnend an den Holocaust, waren damals auch 7 Mio. Russen durchs Hitlerregime zu beklagen. Und betr. Holocaust waren es zu den Juden auch Behinderte, Alte, Kranke, Sinti, Roma, welche alle dasselbe schreckliche Schicksal erleben mussten. Aber bei dieser Gedenkfeier geht es hauptsächlich um Menschen mit jüdischem Glauben, welche von Franzosen in Frankreich festgenommen, eingesperrt & in den Tod geschickt worden sind. Eine Art Entschuldigung Macrons an Juden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Die Toten in Kambodscha und die Opfer in Sabra und Schatila gehen nicht auf das Konto Frankreichs. Komisch, dass Sie auch Srebrenica nicht erwähnen. Das ist weniger lang her und sehr viel näher.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Magdalena Glaus (Bhabiana)
    Walter schwarb, es ist eine anmassung sondergleichen, israel auch nur annähernd mit den verbrechen des holocaust zu vergleichen! Es zeugt von wenig ahnung der geschichte wie auch der aktuellen situation in israel! Vielleicht sollten sie sich vor ort ein reales bild machen, anstatt die vielen medialen halb- und unwahrheiten kritiklos zu übernehmen und solch unhaltbare vergleiche zu ziehen! Shalom!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      Was dem jüdischen Volk im Holocaust angetan wurde ist mit nichts zu entschuldigen, da bin ich mit Ihnen einig Frau Glaus. Wie jedoch Israel heute mit den Palästinensern verfährt ist genausowenig zu entschuldigen. Aus der Position des militärisch stärkeren, besetzen sie Quadratmeter um Quadratmeter von Boden der ihnen nicht zusteht. Dass sich die Palästinenser mit allen Mitteln die sie haben dagegen wehren, kann ich gut verstehen. Wir würden das auch tun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @M. G.: Das war sicher ein grausames Verbrechen an Mio. von Menschen. Aber vielleicht sollten sie den Bericht im Weltspiegel auf ARD mal anschauen & was extreme jüdische Siedler dort den Palästinensern antun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Tom Duran (Tom Duran)
      Absolut recht und jeder der hier über Israel herzieht, sollte zuerst mal ein paar Monate dort verbringen. Ein paar Fakten, es gab nie ein Palästina als Staat, Juden und andere lokale Bewohnern sind schon seit Jahrhunderten dort ansässig. Nehmen wir mal an, die Juden würden aus dem einzig bewohnbaren und sozial einigermassen gerechten Land wegziehen, was würde übrig bleiben? Religiöse würden das Land übernehmen, die Wirtschaft ruinieren und die Leute unterdrücken. Wie im restliche nahen Osten...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen