Eskalation in Venezuela Maduro lässt Oppositionsführer wegsperren

  • Im sozialistischen Venezuela sind zwei führenden Oppositionspolitiker in ihren Wohnungen abgeholt und ins Militärgefängnis Ramo Verde bei Caracas gebracht worden.
  • Bei den Verhafteten handelt es sich um Leopoldo López, Chef der Partei Voluntad Popular, und um Antonio Ledezma, den Bürgermeister der Metropolregion Caracas.
  • Wie der Oberste Justizgerichtshof mitteilte, hätten sich beide nicht an die Auflage gehalten, sich nicht politisch zu äussern. Zudem habe der Geheimdienst Hinweise auf Fluchtpläne erhalten.
  • López war Anfang Juli nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. 2014 war er wegen des Vorwurfs der Anstiftung zur Gewalt bei regierungskritischen Protesten zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
  • Ledezma stand seit 2015 unter Hausarrest. Ihm wurden Putschpläne vorgeworfen.
  • US-Aussenminister Rex Tillerson kritisierte die Festnahmen. Die US-Regierung prüfe derzeit Optionen, um auf die eskalierende Lage in Venezuela zu reagieren, sagte Tillerson.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Umstrittene Wahlen in Venezuela

    Aus Tagesschau vom 31.7.2017

    Nach der umstrittenen Wahl eines Verfassungsrats in Venezuela sieht sich Präsident Nicolas Maduro als Sieger. Die Opposition erkennt den von Gewalt überschatteten Urnengang nicht an.

  • Die Helfer im Chaos von Venezuela

    Aus 10vor10 vom 28.7.2017

    In Venezuela halten die Proteste gegen Präsident Maduro an. Über 100 Personen sind bei den Ausschreitungen bereits ums Leben gekommen. Doch Leute wie Daniela Liendo halten gegen die Gewalt an. Sie helfen Verletzten, egal, ob es Demonstranten oder Polizisten sind. Doch ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht.