Mali: Ex-Regierungschef bei Präsidentenwahl Favorit

Nach eineinhalb Jahren schwerster Krisen möchte Mali zu Frieden und Normalität zurückkehren. Gute Chancen auf das Amt hat Ibrahim Boubacar Keita. Der 68-Jährige ging als Favorit in die Stichwahl.

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Wahlen in Mali

1:33 min, aus Tagesschau vom 11.8.2013

Die Stichwahl in Mali wurde von heftigen Regenfällen beeinträchtigt. Für viele der 6,5 Millionen Malier war es nicht einfach, überhaupt in die Wahllokale zu gelangen.

Ungeachtet dessen bahnten sich im Laufe des Tages immer mehr Menschen einen Weg durch Matsch und Schlamm, um ihre Stimme abzugeben. «Alles läuft gut, trotz des Regens», sagte Übergangspräsident Dioncounda Traoré, der selbst bei der Abstimmung nicht antreten durfte.

Urnengang unter internationaler Beobachtung

Über 2000 nationale und internationale Wahlbeobachter waren im Einsatz, um den Ablauf zu überwachen. Zudem sorgten Tausende afrikanische und französische Soldaten für die Sicherheit der Wähler. Wie schon beim ersten Wahlgang wurden keine nennenswerten Zwischenfälle gemeldet.

Als Favorit gilt der ehemalige Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita (68), der in der ersten Runde fast 40 Prozent der Stimmen auf sich vereint hatte. Ex-Finanzminister Soumalia Cissé (63) hatte rund 19 Prozent der Stimmen bekommen und wurde als Aussenseiter gehandelt. Das Ergebnis der Stichwahl soll frühestens am Mittwoch vorliegen.