Mali: Sieben Tote bei Einsatz von UNO-Kampfhelikopter

Bei einem Luftangriff der UNO-Blauhelmtruppe auf Rebellen sind mindestens sieben Rebellen getötet worden. Die Aufständischen kündigten jegliche Zusammenarbeit mit der UNO auf.

Auf dem Deck eines Pick-ups befinden sich drei UNO-Blauhelmsoldaten mit schweren Waffen.

Bildlegende: Die UNO-Blauhelmtruppe ist seit 18 Monaten mit 9000 Soldaten in Mali stationiert. Keystone

Die Azawad-Rebellen (MNLA) streben nach einem eigenen Staat im Norden Malis. Nach dem Angriff auf das Dorf Tabankort, rund 200 Kilometer nördlich der Stadt Gao, kündigten die Rebellen an, jegliche Zusammenarbeit zu Sicherheitsfragen mit der UNO-Truppe einzustellen. Die Gruppe nannte keine Opferzahl, sprach aber von «Verlusten» in den eigenen Reihen.

Die seit 18 Monaten in Mali eingesetzten Blauhelme verteidigten den Einsatz in einer Stellungnahme mit dem Hinweis, dass die Soldaten in den vergangen Tagen mehrfach aus dem Ort heraus mit schweren Waffen beschossen worden seien. Zudem habe der Kampfhelikopter zunächst Warnschüsse abgefeuert.

Die Vereinten Nationen haben rund 9000 Soldaten in Mali stationiert. Französische Truppen hatten dort vor zwei Jahren die Islamisten zurückgeschlagen, die schon auf dem Vormarsch in die Hauptstadt Bamako waren.

MNLA

Die Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) ist eine politische und militärische Organisation in Azawad (nördliche Teil von Mali). Die Anhänger sehen sich als Vertreter der Tuareg. Sie kämpfen für die Unabhängigkeit von Azawad.