Maliki entlässt militärischen Befehlshaber der Region Ninive

Keinen Widerstand geleistet, Pflicht nicht erfüllt: Der irakische Ministerpräsident hat nach dem ungehinderten Einmarsch der Isis-Milizen Konsequenzen gezogen und mehrere hohe Offiziere vom Amt entbunden.

Ausgebrannter Armeelastwagen

Bildlegende: Zurückgelassenes Fahrzeug der irakischen Armee in Mosul: Nun zieht Maliki Konsequenzen. Reuters/Archiv

Beim Vormarsch der Isis-Milizen hätten Verantwortliche der irakischen Armee versagt. Sie hätten ihre Stellungen verlassen und es versäumt, ihre Pflicht zu erfüllen, meldete die Nachrichtenagentur Nina am späten Dienstagabend unter Berufung auf eine Mitteilung des irakischen Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Deshalb hat dieser mehrere Chefs der Armee entlassen.

Von seinen Aufgaben entbunden wurde demnach unter anderem Mahdi al Gharrawi, der für Einsätze in der Region Ninive zuständig war. Kämpfer der Isis hatten zunächst auf ihrem Vormarsch viele Gebiete nahezu widerstandslos einnehmen können.

Die USA wiesen derweil eine Mitteilung der Regierung in Bagdad zurück, in der Saudi-Arabien der Unterstützung der sunnitischen Isis-Kämpfer bezichtigt wurde. In der von Malikis Büro veröffentlichten Mitteilung hiess es unter anderem, Bagdad halte Saudi-Arabien moralisch und in finanzieller Hinsicht für die Taten der Extremisten verantwortlich.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Obama sendet Spezialeinheit in den Irak

    Aus Tagesschau vom 17.6.2014

    Die US-Regierung entsendet eine Spezialeinheit von 275 Mann nach Bagdad. Sie sollen primär die US-Botschaft schützen. Trotz Gespräche zwischen den USA und dem Iran schliesst Obama eine militärische Kooperation im Kampf gegen ISIS aus. Einschätzungen von Arthur Honegger Washington