Zum Inhalt springen

International Maliki entlässt militärischen Befehlshaber der Region Ninive

Keinen Widerstand geleistet, Pflicht nicht erfüllt: Der irakische Ministerpräsident hat nach dem ungehinderten Einmarsch der Isis-Milizen Konsequenzen gezogen und mehrere hohe Offiziere vom Amt entbunden.

Ausgebrannter Armeelastwagen
Legende: Zurückgelassenes Fahrzeug der irakischen Armee in Mosul: Nun zieht Maliki Konsequenzen. Reuters/Archiv

Beim Vormarsch der Isis-Milizen hätten Verantwortliche der irakischen Armee versagt. Sie hätten ihre Stellungen verlassen und es versäumt, ihre Pflicht zu erfüllen, meldete die Nachrichtenagentur Nina am späten Dienstagabend unter Berufung auf eine Mitteilung des irakischen Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Deshalb hat dieser mehrere Chefs der Armee entlassen.

Von seinen Aufgaben entbunden wurde demnach unter anderem Mahdi al Gharrawi, der für Einsätze in der Region Ninive zuständig war. Kämpfer der Isis hatten zunächst auf ihrem Vormarsch viele Gebiete nahezu widerstandslos einnehmen können.

Die USA wiesen derweil eine Mitteilung der Regierung in Bagdad zurück, in der Saudi-Arabien der Unterstützung der sunnitischen Isis-Kämpfer bezichtigt wurde. In der von Malikis Büro veröffentlichten Mitteilung hiess es unter anderem, Bagdad halte Saudi-Arabien moralisch und in finanzieller Hinsicht für die Taten der Extremisten verantwortlich.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Den Isis-Kämpfern scheint es an nichts zu fehlen, um einen ganzen Staat vor sich hertreiben zu können. Wie die Taliban in Afghanistan, Boko Haram in Nigeria etc. Eine gefährliche Situation bei der alle genau wissen, wer dahinter steckt, aber keiner es wagt, es auszusprechen. Solange die sunnitischen Herrscherhäuser eine derart globale Macht ausüben können, wird die Gewalt noch lange andauern und sich weiter ausbreiten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Die USA weisen Anschuldigungen gegen Saudi-Arabien zurück. Ist ja klar. Wäre ja auch ein Eigentor.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Das ist selbstverständlich nur eine Show. Er wird vor allem sehen, dass kein echter Widerstand gegen Isis resp. BokoHaram geführt wird. Man hat die Islamisten laufen lassen und blauäugig versucht sich mit ihnen zu arrangieren. Dafür hat man sich mit Präsident Putin verstritten, nur weil dieser Ordnung in seinem Land will. Putin macht aber keinen Krieg +ist ein ganz normaler Regierungschef. Isis + Poca Haram sind etwas was die Welt noch nicht gesehen haben + die hat man aus Angst nicht bekämpft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen