Mansur: «Es gibt keinen Weg zurück»

Die Fronten in Ägypten sind weiterhin verhärtet. Umso wichtiger ist für den Übergangspräsidenten eine friedliche Lösung.

Video «Mansur spricht erstmals am Fernsehen» abspielen

Mansur spricht erstmals am Fernsehen

1:20 min, aus Tagesschau am Mittag vom 19.7.2013

Ägyptens Übergangspräsident Adli Mansur hat die verfeindeten politischen Lager nach dem Staatsstreich von Anfang Juli zur Aussöhnung aufgerufen. «Es gibt jene, die das Land ins Chaos stürzen wollen», sagte Mansur in einer Fernsehansprache. «Aber es wird keinen Weg zurück geben.»

Es müsse Gerechtigkeit und Versöhnung ausnahmslos für jeden im Land geben, versprach Mansur. Er werde den Kampf für die Sicherheit im Land bis zum Ende führen.

Neue Proteste angekündigt

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor zwei Wochen durch das Militär ist es in Ägypten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Dutzenden Toten gekommen.

Für Freitag hat Mursis Muslimbrüderschaft erneut zu Massenprotesten aufgerufen. Auch die Gegner der Herrschaft Mursis wollen auf die Strasse gehen. Das Militär warnte, gegen jegliche Form des Aufruhrs mit aller Härte vorzugehen.