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International Markt in Nigeria erneut Schauplatz des Terrors

Vor fast genau einer Woche starben im nigerianischen Maiduguri Dutzende Marktbesucher durch Bombenanschläge – nun wurden an gleicher Stelle erneut zwei Bomben gezündet. Mindestens zehn Menschen verloren ihr Leben. Der Terror in Nigeria reisst nicht ab.

Belebter Markt
Legende: Der belebte Markt in Maiduguri wurde zum zweiten Mal innert wenigen Tagen Ziel terroristischer Angriffe. Keystone/Symbolbild

Im Nordosten Nigerias haben zwei Selbstmordattentäterinnen mindestens zehn Marktbesucher mit in den Tod gerissen.

Laut Augenzeugen hatte sich eine Selbstmordattentäterin auf dem Markt der Grossstadt im Nordosten Nigerias in die Luft gesprengt. Nachdem sich mehrere Menschen am Tatort versammelt hatten, sei dort dann eine zweite Bombe gezündet worden. Neben den Todesopfern gebe es zahlreiche Verletzte.

Zwei Terrorakte auf demselben Marktplatz

Wer für das Doppelattentat verantwortlich ist, ist unklar. Das Gebiet um Maiduguri zählt aber zu den Hochburgen der Extremistengruppe Boko Haram.

Die Bombenanschläge wurden im Ort Maiduguri an gleicher Stelle verübt, an der vor rund einer Woche bereits 45 Menschen durch einen Doppelanschlag ihr Leben verloren. Dies teilte die Polizei des Bundesstaates Borno mit.

Verdacht fällt auf Boko Haram

Die jüngsten Anschläge reihen sich in eine lange Liste von Gewaltakten ein. So starben am Freitag bei einem Attentat auf eine Moschee in Kano über 100 Menschen. Auch hinter dieser Tat wird Boko Haram vermutet.

Die Terrororganisation kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit Beginn des Konflikts im Jahr 2009 töteten die Extremisten von Boko Haram bei Angriffen auf Armee, Behörden, Schulen und Kirchen mehr als zehntausend Menschen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Das ist jetzt der 5. Masssenmord der Boko Haram in den letzten 2 Wochen. Und alle im Chor: "Islam bedeutet Frieden!"
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  • Kommentar von M. Maruhn, Düren
    Hat der Westen, diesen Angriff auf die Menschlichkeit, schon scharf kritisiert ? Warum kein Dialogbezogenes Treffen mit den Verantwortlichen ? Diese berufen sich auf eine friedliche Glaubenslektüre, die uns Stimmvolk immer wieder präsentiert wird. Warum zeigen die hierlebenden Glaubensbekenner keine öffentliche Stärke gegen diese Instabilitäten ?
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Die meisten Menschen, welche solche Morde begehen, nutzen Religion nur als Vorwand für ihre egoistischen Gründe, anderen Schaden zuzufügen. Gäbe es Religion nicht, würden diese Menschen eben im Namen ihrer wissenschaftlichen, sozialen oder politischen Überzeugung morden. Radikale Wirrköpfe finden immer einen Grund für Gewalt.
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