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Massaker in Las Vegas Behörden noch kaum einen Schritt weiter

Das Motiv des Täters, der 58 Menschen umbrachte und mehr als 500 verletzte, wird möglicherweise nie zu ergründen sein. Und die politische Debatte über die Verschärfung der US-Waffengesetze läuft auf ein Nullergebnis hinaus.

Legende: Audio Blockierte Debatte um US-Waffenrecht abspielen.
1:07 min, aus HeuteMorgen vom 05.10.2017.

Die Ermittlungen werden noch lange weitergehen. Doch die Chancen, dass sich die Beweggründe des Massenmörders von Las Vegas jemals ergründen lassen, sind rapide gesunken. Sein Bruder, seine Nachbarn, seine Bekannten und zuletzt nun auch seine Freundin – alle wurden inzwischen befragt.

Die Aussagen zeichnen das Bild eines 64-jährigen, eher verschlossenen Mannes ohne Vorstrafen, wohlhabend, strukturiert denkend, mit einer Vorliebe für Waffen, jedoch keinerlei erkennbarer Neigung zu Gewalt. Das FBI bekräftigt erneut, nichts deute auf einen dschihadistischen Hintergrund hin.

Vor der Tat schickte der Täter seine Freundin zu Angehörigen auf die Philippinen. Sie kam nun freiwillig zurück, wirkt glaubwürdig und liess über ihren Anwalt erklären, was sie zuvor der Polizei sagte: Nie habe ihr Partner etwas gesagt oder getan, das auf diesen blutigen Akt hingedeutet hätte.

Wohl keine schärferen Waffengesetze

Gering sind inzwischen ebenfalls die Aussichten, dass das Massaker politisch etwas auslöst. Präsident Donald Trump war nun in Las Vegas und dankte der Polizei, der Feuerwehr, den freiwilligen Helfern.

Hingegen navigierte Trump weiträumig um jegliche Debatte über die äusserst lockeren US-Waffengesetze herum. Selbst die Befürworter einer Verschärfung hoffen angesichts er politischen Kräfteverhältnisse nicht ernsthaft, etwas verändern zu können.

Einzig für den Kauf von Zusatzgeräten, wie sie der Täter nutzte, um aus halbautomatischen vollautomatische Waffen zu machen, könnte es künftig Einschränkungen geben. Eine Perspektive, die den Verkauf solcher Geräte in den vergangenen Stunden bereits massiv anschwellen liess.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Und wenn wir wüssten was sich tatsächlich in seinem Kopf abspielte, glaubt hier wirklich jemand ernsthaft daran, es würden daraus die entsprechenden sozialen und gesellschaftlichen Lehren gezogen? Genauso viel, wie beim laschen Umgang mit Waffen. Wenn es den Amis beliebt, sich gegenseitig umzubringen, lasst sie gewähren. Ist deren innenpolitische Angelegenheit. Vielmehr sollten wir uns dagegen stemmen, wenn sie ihre narzisstischen Aggressionen über die ganze Erde verbreiten.
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  • Kommentar von Mario Atreb (Oiram)
    Das Motiv darf gar nicht bekannt werden! Dafür sorgen u.a. auch die Medien! Auch die Damen und Herren von SRF wachen darüber, dass kein Kommentar die wahre Ursache benennt. Und dies, obwohl schon lange bekannt ist, was die Ursache für die Gewalt auf der Erde ist. Aber die Ursache auszusprechen ist immer noch ein grosses Tabu. Sie darf im öffentlichen Bewusstsein nicht präsent sein. Darum erwähne ich es nur indirekt: Liest die Bücher von Alice Miller oder auch von Arno Gruen. Aber psst, leise!
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    1. Antwort von Andrea Esslinger (weiterdenken)
      Ihre Kommentare, dass Gewalt an Kindern der Anfang allen Übels ist, haben wir hier nun zur Genüge gelesen. Ich habe diese Theorie auch schon widerlegt, muss es also nicht nocheinmal tun. Der Mensch, die Natur, das Leben generell ist komplexer, als was Sie in Arno Gruen sehen..
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  • Kommentar von M. Jaeger (jegerlein)
    Die "US-Stars" die am lautesten für schärfere Waffengesetze plädieren sind selber von bewaffneten Bodyguards umgeben.
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