Zum Inhalt springen
Inhalt

International Massenschlägerei in deutscher Flüchtlingsunterkunft beendet

Nach einer Rangelei unter Flüchtlingen mit rund 370 Beteiligten ist wieder Ruhe eingekehrt. Der Konflikt in einer Flüchtlings-Zeltstadt in der Nähe von Kassel ist wegen eines Zwists bei der Essensausgabe entstanden. 14 Menschen wurden verletzt – die Streithähne indessen getrennt.

Ein Streit zwischen einem Jugendlichen und einem etwa 80-jährigen Flüchtling wegen Vordrängelns an der Essensausgabe hat in einer Flüchtlingskunterkunft in der Nähe von Kassel am Sonntagabend zu einer Massenschlägerei geführt. Der Streit hat sich zeitweilig aufgelöst, ist im Verlauf der Nacht aber immer wieder neu aufgeflammt.

Essensausgabe im Asylheim.
Legende: Nach der Rangelei bei der Essensausgabe standen 70 Pakistaner 300 Albanern gegenüber (Symbolbild). Keystone

Hundert Pakistaner wurden umplatziert

Unterdessen hat die Polizei die streitenden Gruppen getrennt. Etwa hundert Pakistaner wurden mit Bussen in andere Unterkünfte gebracht. Wohin genau, sagte der Polzeisprecher nicht.

Am Sonntagabend hatten sich in der nordhessischen Unterkunft in Kassel-Calden 300 Albaner mit 70 Pakistanern geprügelt. Sie schlugen auch mit Stöcken aufeinander ein und versprühten Reizgas. Ein knappes Dutzend Flüchtlinge und drei Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt.

Bis zu 50 Polizisten im Einsatz

Bis zu 50 Polizisten waren am Sonntag auf dem Gelände des alten Flughafens Kassel-Calden im Einsatz. Die Polizei konnte die Lage zunächst beruhigen, am Abend verschärfte sich die Situation jedoch wieder. Dann standen sich laut Polizei 70 Pakistaner und 300 Albaner gegenüber.

In der Unterkunft sind etwa 1500 Flüchtlinge aus rund 20 Nationen untergebracht. Erst vor zwei Wochen hatten sich dort mehrere Flüchtlinge gegenseitig mit Reizgas angegriffen. Knapp 60 von ihnen wurden verletzt, darunter auch Kinder. Einlasskontrollen wie in anderen Flüchtlingsunterkünften gibt es in Kassel-Calden nicht. Die Sicherheitsfirma äusserte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

Keine Festnahmen

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung auf. Festnahmen gab es zunächst keine.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

65 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Das sollte gesagt+gefragt werden dürfen! 20 Nationen, sind sie geflohen, um ihre Konflikte hier weiter zu kultivieren? Bis zum Abwinken wird ihnen Verständnis für ihr Verhalten entgegengebracht, statt ihnen von Anfang an die Spielregeln mit entweder oder durchzugeben. Macht den Leuten endlich klar, wieso ihre Länder in solcher Lage sind. Das ist nicht nur alles Industriestaaten+Schwellenländern anzuhängen, sondern vor allem ihrer eigenen, intoleranten, auch altertümlichen Mentalität unter sich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das sind weitere Auswirkungen der Politik der Gutmenschen. Für unsere Länder nur der Anfang vom "Untergang". Am Ende werden die "Gutmenschen" sich wieder entschuldigen und sich rechtfertigen wollen, dass man das alles am Anfang doch nicht sehen konnte. Und dann werden sie auch noch erwarten, dass wir ihnen vergeben und sie nicht verurteilen. Das ist heute das Vorgehen der Linken z.B. bei Kriminellen. Wenn sich einer entschuldigt und sagt, dass es ihm leid tut, ist er schon fast unschuldig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Wer vergibt hier wen? Jetzt gehen Sie aber entschieden zu weit. Sollten Sie die Kommentare hier sorgfältig lesen, so werden Sie merken, dass auch von der linken Seite gute und vernünftige Vorschläge kommen. Sie sollten Sich Ihre Wortwahl etwas überlegen, sie wirkt einfach beleidigend.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Claire McQueen (freedom)
      @M.Roe: Genau so sind sie und Verantwortung übernehmen wollen sie auch nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Claire McQueen (freedom)
      @C. lohman: Merkwürdig, M. Roe soll beleidigend sein. Die tägliche Beschimpfungen der Linken, und alle, die eine andere Meinung vertreten, als Nazi, Rassist, etc. zu nennen gehört scheinbar zur Normalität. So weit sind wir. Diktatur pur.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Das machen nicht nur die Linken. Es kommt oft vor, wenn man eine andere Meinung hat, gehen zügige Worte auf den anderen nieder. Oft ohne Vertretung seiner eigenen Meinung, einfach nur abwertende Bemerkungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      "Das sind weitere Auswirkungen der Politik der Gutmenschen." Und morgen sind die Gutmenschen noch schuld daran, wenn es regnet oder der Kaffee kalt ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Udo Gerschler (UG)
    Wenn also ein Jugendlicher einen 80jährigen wenn es ums Essen geht keinen Respekt zeigt kann sich jeder vorstellen was uns passiert wenn wir die Bedürfnisse dieser Jugendlichen nicht erfüllen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen