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International Maurer verteidigt Stipendien für nordkoreanische Offiziere

Das Verteidigungsdepartement subventioniert nordkoreanische Offiziere, die in der Schweiz an Kursen zu internationalen Sicherheitsfragen teilnehmen. Bundesrat Maurer erklärt gegenüber «10vor10», warum er das Engagement des Bundes für sinnvoll hält.

Legende: Video Maurer verteidigt Stipendien für Nordkoreaner abspielen. Laufzeit 2:17 Minuten.
Vom 25.04.2014.

Acht Offiziere aus Nordkorea haben seit 2011 im Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) an Kursen unter anderem zu aktuellen internationalen Sicherheitsfragen teilgenommen.

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) subventioniert einzelne Teilnehmer mit einem Stipendium – im aktuellen Fall Nordkorea, wie Verteidigungsminister Ueli Maurer gegenüber «10vor10» bestätigt. «Es macht durchaus Sinn, weil sie dort auf Südkoreaner treffen. Das erweitert den Horizont und verbessert das Verständnis in dieser Region», sagt Ueli Maurer.

«Eine der besseren Massnahmen»

Die Schweiz sei als neutrales Land der ideale Gastgeber für solche Kurse, sagt Ueli Maurer. «Die Kontakte, die da entstehen, können tatsächlich zur besseren Verständigung beitragen und deshalb kann und muss man es unterstützen», so Maurer weiter.

Das VBS fördere mit der Teilnahme nordkoreanischer Offiziere den Frieden, weil diese die Möglichkeit erhalten, die Welt ein bisschen besser zu verstehen, teilte das Departement heute mit.

Gegenüber «10vor10» bekräftigt Bundesrat Maurer das Engagement des Bundes. «Ich halte das für eine der besseren Massnahmen, die wir machen», sagt er. Es seit gut, ein Land wie Nordkorea einzubinden und nicht auszugrenzen.

Heute Abend in «10vor10»

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Mehr zum Thema sehen Sie heute Abend in «10vor10», um 21.50 Uhr auf SRF1.

45 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Weißenstadt
    Sag' mir welche Freunde du hast (beispielsweise in China anlässlich von Militärparaden, und auch in Nordkorea) und ich sage dir wer du bist. Mir jedenfalls ist nicht bekannt, dass sich Ihr Kriegsminister jemals bei NATO oder EU hat sehen lassen, lass mich da aber gerne eines Besseren belehren. In Westeuropa, die CH ausgenommen, wäre ein solcher Typ schon längst nicht mehr im Amt. In der Schweiz allerdings wird selbst der haarsträubendste Dreck schön säuberlich unter den Teppich gekehrt.
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    1. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      M. Chauvet darf ich Sie fragen: WER MACHT DAS NICHT<!!!!!! Der werfe den ersten Stein, denn der Wahrheit ist es egal, wie sie erreicht wird. Schön wäre es, wenn es nur noch ehrliche Menschen geben würde!!! Wir sind kein NATO Mitglied, soviel ich weiss. Betreffend Stipendien, habe ich noch keine Antwort erhalten, ob es WAHR sei, dass dies schon 20 Jahre so gehalten wird, wer der Erfinder dieser Idee war, würde mich auch interessieren. Vielleicht handelt U.M. so, weil es Humanitäre Tradition ist!
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Marcel Chauvet, Weißenstadt - Herr BR U.Maurer "muss aus Konkordanzgründen" nun das verteidigen, was die "Linken & Netten" damals unter dem Begriff "friedensstiftende Massnahmen" uns aufgenötigt haben. Gerade die Kritik an U.Mauerer hier anzubringen, greift zu kurz und spricht eigentlich nur noch für die Verlogenheit dieser GSoA & SP-Mentalität die hier um sich gegriffen hat ! Sie & P.Bürger sind ein gutes Beispiel für solche Polit-Mobbings der dürftigen Art !!!
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  • Kommentar von C. Eugster, Bern
    Schon gewusst, dass wenn im Bellevue Bern Südkoreaner sind, diese ganz explizit jeden Kontakt mit Nordkoreaner unterbinden! Das führt dazu, dass ganze Etagen gebucht werden. Und jetzt will mir Herr Maurer erklären, dass sich die Uniformierten dann an einer Schulung die Hand reichen und gemeinsahme Gespräche führen. Nette Geschichte. Und wenn schon den Nordkoreaner etwas von der Welt zeigen - dann geht man doch nicht in eine Kaserne. Das Kulturangebot in Genf ist umfangreich...
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  • Kommentar von Marco Lüscher, Kreuzlingen
    Solche Leute dürfen doch nur ins Ausland, wenn sie sich als absolut ergebene Untertanen ihres Diktators erweisen bzw. erwiesen haben. So würden sie bei einem entsprechenden Befehl ihres Führers auch nicht vor Mord, Folter und anderen Greueln zurückschrecken. Dass solche Elemente bei uns unter dem Feigenblatt der Völkerverständigung ( "Die Welt ein bisschen besser verstehen") ausgebildet werden, ist an Zynismus und Naivität von Seiten des VBS und BR Maurer nicht mehr zu übertreffen. Unfassbar!!!
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    1. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      M. Lüscher wie Herr Wagner schrieb, ist dies seit 20 Jahren so, wer kam damals auf die Idee, diese Stipendien für Nordkoreaner entstehen zu lassen. Also bevor U. Maurer in diesem Departement war. Nun möchte ich das SRF bitten,der Ursprung, dieser Vereinbarung und diejenigen die diese Idee hatten, uns vielleicht auch noch auf zu zeigen. Damit man nicht immer, "nur" diesen Bundesrat beschimpft und verunglimpft. Wäre SRF sehr dankbar!! Einseitig berichten,dies darf doch ein SRF sich nicht leisten!!
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    2. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Marco Lüscher, Kreuzlingen - Solch ein Zynismus wurde bei uns unter dem Begriff "Völkerverständigung und friedensbildenden Massnahmen" ja gerade von jenen eingeführt, die sich nun am lautesten Aeussern. Wohl eher, weil man für diesen Mist, den sie selber verursachten, wieder einen Schwarzen Peter sucht und den gleich noch U.Maurer und der SVP zuschieben kann.
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