Mazedonien öffnet Grenze zu Griechenland wieder

Am Vortag hatte der nördliche Nachbarstaat Griechenlands den Grenzübergang Idomeni geschlossen. Fast 2000 Menschen mussten die Nacht in Zelten und Bussen verbringen. Derweil sind vor der griechischen Küste wieder Menschen ertrunken.

Alte Frau sitzt in Decken gehüllt

Bildlegende: Bereits letzte Woche hatte Mazedonien die Grenze zu Griechenland vorübergehend geschlossen: Eine Frau wartet in Idomeni. Reuters

Mazedonien hat seinen Grenzübergang zu Griechenland für Flüchtlinge und Migranten wieder geöffnet. Dies sagte ein griechischer Polizeioffizier aus der Grenzstadt Idomeni.

Der nördliche Nachbarstaat Griechenlands hatte diesen für die Flüchtlinge wichtigen Grenzübergang am Vortag geschlossen. Es gebe weiter nördlich nahe der mazedonisch-serbischen Grenze einen «Stau», hatten die mazedonischen Behörden gesagt.

Laut Augenzeugen verbrachten gegen 2000 Menschen die Nacht auf der griechischen Seite des Grenzübergangs in Zelten und provisorischen Unterkünften, ferner in Bussen und in einer Tankstelle. «Jetzt gehen sie wieder in kleineren Gruppen rüber», sagte ein griechischer Grenzpolizist.

Vor der griechischen Küste sind laut Küstenwache mindestens elf Menschen ertrunken. Unter den geborgenen Opfern befinden sich sieben Kinder und vier Erwachsene. Es ist das zweite Boot, das innerhalb von zwei Tagen sank. Auch beim ersten wurden sieben Leichen geborgen.